Wahltrend

Steinbrück-Effekt ebbt ab - SPD rutscht auf 29 Prozent

SPD kann ihr Sechs-Jahres-Hoch von 30 Prozent nicht halten. Auch Steinbrück kommt nur noch auf 32 Prozent. In der Vorwoche waren es 35.

Berlin. Der Auftrieb für die SPD durch die Nominierung von Peer Steinbrück als Kanzlerkandidat ist einer Umfrage zufolge schon verpufft. In dem am Mittwoch veröffentlichten wöchentlichen Stern-RTL-Wahltrend können die Sozialdemokraten ihr Sechs-Jahres-Hoch von 30 Prozent nicht halten und rutschen ab auf 29 Prozent. Auch die Zustimmung zu SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück bröckelt: 32 Prozent der Bürger würden aktuell für ihn stimmen nach noch 35 Prozent in der Vorwoche.

Kanzlerin Angela Merkel dagegen könne offenbar vor allem durch ihren Griechenland-Besuch punkten: Ihre Beliebtheit steigt um zwei Punkte auf 48 Prozent. „Die Deutschen honorieren Merkels Engagement“, sagte Forsa-Chef Manfred Güllner. „Zudem stärken die Anfeindungen in Griechenland die Solidarität mit der Kanzlerin.“ Für die SPD und Steinbrück dagegen sei der positive Ausschlag nach der Nominierung des Kanzlerkandidaten bereits wieder verloren.

Auch die Grünen als Wunschkoalitionspartner der SPD geben einen Punkt ab und sinken auf ihr Jahrestief von elf Prozent. Die Piraten verlieren ebenfalls einen Punkt und liegen jetzt an der Fünf-Prozent-Hürde, unter der die FDP mit vier Prozent bleibt. Dagegen erholt sich die Union leicht und legt einen Punkt auf 37 Prozent zu. Die Linke verbessert sich ebenfalls um einen Punkt auf acht Prozent.

In der monatlichen Allensbach-Umfrage kommt die Union in der Sonntagsfrage derzeit auf 35,5 Prozent. Die SPD liegt bei 31 Prozent. Die Grünen folgen mit 14 Prozent. Die Piraten kommen auf fünf Prozent, die FDP auf 4,5 Prozent. Das Institut befragte die Bürger zwischen 28. September und 12. Oktober. Forsa interviewte 2500 Wahlberechtigte zwischen 8. und 12. Oktober.

( Reuters )