SPD-Gruppe aus Hamburg will zurück zu Rot-Gelb

Berlin. Der in Hamburg gegründete Kreis Liberaler Sozialdemokraten will die SPD als liberale Partei positionieren und somit der FDP annähern. Die Gruppe ist nach eigenen Angaben auf inzwischen 450 Hamburger angewachsen. Deren Sprecher, der frühere SPD-Bundestagskandidat von Eimsbüttel, Danial Ilkhanipour, sagte dem Abendblatt: "Die Wählerschaft der SPD ist in weiten Teilen sozialliberal geprägt."

Der Kreis versteht sich als Basisbewegung und will nun bundesweit wachsen. "Wir werden auch in anderen Bundesländern außerhalb Hamburgs Präsenz zeigen", kündigte Ilkhanipour an. In den kommenden zwei Monaten werde man weitere Gruppen gründen, unter anderem in Bayern und Nordrhein-Westfalen. Nichtmitglieder seien in dem Kreis genauso willkommen wie SPD-Mitglieder. Auch FDP-Mitglieder hätten schon positiv reagiert.

Bei der Frage, wer 2013 für die SPD Kanzlerkandidat werden soll, hält sich die Gruppe noch bedeckt. Dafür fordert der Kreis, "den nächsten Spitzenkandidaten der SPD im Wege eines Mitgliederentscheids zu ermitteln", wie der zweite Sprecher der Kreises, Frederic Schneider, sagte.

Vonseiten der SPD gab es zuletzt kaum Initiativen in Richtung FDP. Die letzte sozialliberale Koalition auf Bundesebene liegt inzwischen 30 Jahre zurück. Damals regierte Helmut Schmidt mit der FDP.

( (kam) )