Krankenkassen-Chefs warnen vor finanzieller Schieflage der DAK

Hamburg. Um den Zusatzbeitrag zur Krankenversicherung ist ein heftiger Streit zwischen den großen Kassen entbrannt. In einem Brandbrief an das Bundesversicherungsamt fürchten die Vorstandschefs von Techniker, Barmer GEK und anderen Krankenkassen, dass die DAK in finanzielle Schieflage gerät, wenn sie die Extra-Prämie - wie geplant - nach der Fusion mit der BKK Gesundheit zum 1. Januar 2012 abschafft. Zurzeit verlangt die DAK acht Euro im Monat zusätzlich von ihren Mitgliedern. Entfällt der Zusatzbeitrag, fehlen der neuen Kasse vermutlich 300 Millionen Euro im Jahr. Dieses Loch werde zu einer "finanziell instabilen Ausgangsbasis" führen, sagen die DAK-Konkurrenten. Sie würden mithaften, falls die DAK pleitegehe.