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Der lange Kampf um Gorleben

1977 Niedersachsens Regierung unter Ernst Albrecht (CDU) beschließt, in Gorleben ein nukleares Entsorgungszentrum zu gründen.

1980 Tiefbohrungen zur Erkundung des Salzstocks beginnen. Gegner gründen die "Republik Freies Wendland".

1982 Die Bauarbeiten für das Zwischenlager Gorleben starten.

1995 Von Protesten begleitet trifft der erste Castor-Behälter mit Atommüll ein. Fortan rollen nahezu jährlich Castor-Transporte nach Gorleben. Die Protestaktionen und damit die Kosten für die Polizeieinsätze werden immer umfangreicher.

2000 Die rot-grüne Bundesregierung beschließt den Ausstieg aus der Kernenergie und setzt die Erkundung in Gorleben bis 2010 aus.

2005 Umweltminister Trittin (Grüne) legt ein Gesetz vor, wonach auch andere Standorte zu untersuchen sind.

2008 Nach dem bislang letzten Castor-Transport lagern in Gorleben jetzt 91 Castor-Behälter.

2010 Umweltminister Röttgen (CDU) hebt den Erkundungsstopp auf und erklärt, bei der Standortsuche habe Gorleben weiterhin "oberste Priorität".