Finanzen

Trotz Krise: Der Staat nimmt mehr Steuern ein

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Das Haushaltsdefizit wird vermutlich nicht ganz so groß ausfallen. Die Flaute bei der Lohn- und Einkommensteuer hält allerdings an.

Berlin. Die Steuereinnahmen von Bund und Ländern steigen. Im Mai betrug der Zuwachs 1,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums bestätigte. Zuvor hatte das „Handelsblatt“ berichtet, die Gesamteinnahmen seien auf 38,2 Milliarden Euro gestiegen.

Vor allem die Umsatzsteuer-Einnahmen seien um 6,5 Prozent gestiegen, darunter die Einfuhr-Umsatzsteuer um 23,5 Prozent, sagte der Sprecher weiter. Die Importe aus Nicht-EU-Staaten, auf die diese Steuer gezahlt werde, seien im Mai um 22,5 Prozent gestiegen, sagte er zur Begründung.

Rückläufig ausgefallen seien im Mai dagegen Lohn- und Einkommensteuer, sagte der Sprecher weiter. Insgesamt habe der Zuwachs der Steuer-Einnahmen in den ersten fünf Monaten des Jahres 1,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum betragen.

Statt der bislang erwarteten rund fünf Prozent werde das Staatsdefizit an der Wirtschaftsleistung wohl nur rund 4,25 Prozent betragen, berichtete das „Handelsblatt“ aus Regierungskreisen. Der Maastricht-Vertrag sieht maximal 3,0 Prozent vor. Das Sparpaket der Bundesregierung war die Folge des erhöhten Defizits.