Krawalle in der Nacht des 1. Mai

Nach Randalen in Berlin wieder Ruhe eingekehrt

In Berlin-Kreuzberg kam es in der Nacht des 1. Mai zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Polizisten und Linksautonomen. In dem Viertel ist am Samstagmorgen wieder Ruhe eingekehrt, die Stadtreinigungsbetriebe entfernten etwa 100 Kubikmeter Müll, Steine und Glas.

Berlin. Nach den Krawallen und Straßenschlachten in der Nacht des 1. Mai zwischen linksautonomen Randalierern und der Polizei in Berlin-Kreuzberg ist am Samstagmorgen wieder Ruhe eingekehrt. Die Straßen, die stark zerstört und beschmutzt wurden, sind wieder sauber. "Nach etwa zwei Stunden hatten unsere Mitarbeiter den gröbsten Müll entfernt", sagte Bernd Müller, Sprecher der Berliner Stadtreinigungsbetriebe, am Samstag.

Ausgestattet mit 26 Reinigungswagen und Besen sammelten die rund 80 Einsatzkräfte etwa 100 Kubikmeter Müll, Steine und Glasscherben ein. Im letzten Jahr waren es nur 65 Kubikmeter gewesen.

Um vier Uhr morgens begann die Aufräumaktion zwischen dem Gebiet des Kottbusser Tors, der Adalbertstraße und der Oranienstraße.

Wie es aus Sicherheitskreisen hieß, nahmen die Beamten in der Nacht ca. 200 Randalierer fest. Die genauen Zahlen sind noch nicht bekannt und sollen von Innensenator Erhart Körting und Polizeipräsident Dieter Glietsch am Mittag auf einer Pressekonferenz bekannt gegeben werden.

Video: Schwere Mai-Krawalle in Berlin

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Viele Stunden lang hatten in der Nacht zum Samstag betrunkene Randalierer, vermummte Linksautonome als auch junge Ausländer die Polizei mit Flaschen und Steinen attackiert, mit Benzin getränkte Brandsätze wurden auf die Beamten geschleudert. Diese reagierten mit Tränengas, Schlagstock und Pfefferspray. Insgesamt waren in Berlin rund 6 000 Polizisten im Einsatz.

( abendblatt.de/dpa )

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