Finanzkrise

Haspa nimmt Rettungspaket nicht in Anspruch

Deutschlands größte Sparkasse Haspa muss sich von der Bundesregierung nicht unterstützen lassen. Sie habe eine "gute Liquidität", sagte eine Sprecherin heute.

Hamburg. Bei der Hamburger Sparkasse besteht keine Notwendigkeit für ein Rettungspaket. Die Bank führt mehr als eine Million Girokonten, verwaltet rund 23 Milliarden Euro Kundengelder und hat eine Bilanzsumme von 34,6 Milliarden Euro.

Um in der Hamburger Wirtschaft einer "Kreditklemme" vorzubeugen, hatte die Haspa Anfang des Jahres ein zusätzliches Kreditprogramm über eine Milliarde Euro aufgelegt. Der Topf werde zum Jahresende voraussichtlich ausgeschöpft sein, ergänzte die Sprecherin. Diese Mittel waren nicht mit besonderen Konditionen ausgestattet; es handelte sich in der Finanzkrise eher um ein Signal an die Kundschaft. Die Sparkassen finanzieren ihr Kreditgeschäft maßgeblich aus den Einlagen ihrer Kunden. 2007 erzielte die Haspa einen Gewinn von 102 Millionen Euro.

Auch die Deutsche Bank und die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) haben angekündigt, nicht auf das milliardenschwere Rettungspaket zurückgreifen zu wollen.