FDP-Spitze glaubt an Stabilisierung der Bundespartei

Düsseldorf. Der FDP-Chef und Vizekanzler Philipp Rösler sieht seine Partei durch den Wiedereinzug in die Landesparlamente von Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen wieder im Aufwind. "Die Menschen hören uns wieder zu, sie vertrauen uns", sagte Rösler. Er bedankte sich bei dem NRW-Spitzenkandidaten Christian Lindner dafür, dass er sich in "schwieriger Lage" zur Verfügung gestellt habe.

Der neue FDP-Landeschef Lindner sagte, dass sein Erfolg wieder zur Stabilisierung der Partei insgesamt beitrage. In Umfragen erreicht die FDP bundesweit derzeit höchstens fünf Prozent. Durch den Erfolg in NRW gilt der als Generalsekretär zurückgetretene Lindner wieder als Aspirant für einen Führungsjob in Berlin. Der FDP-Wahlsieger der Vorwoche, Wolfgang Kubicki, sagte in Kiel: "Dass die Landesverbände Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen jeweils mehr als acht Prozent erzielen konnten, zeigt, dass es nach wie vor ein großes Bedürfnis bei den Menschen nach einer liberalen Kraft gibt." Beide Ergebnisse seien den "meinungsstarken und authentischen" Spitzenkandidaten zu verdanken, fügte Kubicki mit Blick auf sich und auf Christian Lindner hinzu.

Mit einem Seitenhieb auf Rösler sagte Bundestagsfraktionschef Rainer Brüderle: "Glaubwürdigkeit gewinnt man, indem man nicht wie Bambusrohre hin und her schwingt, sondern steht wie eine Eiche."