Früherer CIA-Chef verteidigt die grausamen Verhörmethoden

Washington. Der Bericht des US-Senats über die brutalen CIA-Verhöre von mutmaßlichen Terroristen hat weltweit für Empörung gesorgt. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) sprach von einer „groben Verletzung demokratischer Werte“. Der Uno-Berichterstatter für Menschenrechte forderte strafrechtliche Konsequenzen. Zu den Verhörpraktiken zählten neben tagelangem Schlafentzug auch Schläge in den Unterleib und simuliertes Ertränken. Der frühere CIA-Chef unter Präsident George W. Bush, Michael Hayden, verteidigte dagegen das Vorgehen. Man habe nach dem 11. September „hart gearbeitet“, um neuen Terror zu verhindern. Jetzt wüssten die Amerikaner, „welche Anstrengungen“ die CIA für sie unternommen habe.