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Schon ein Toter – Marburg-Virus bedroht Uganda

Nach Ebola im Westen Afrikas taucht nun im Osten ein ähnlich tödlicher Erreger auf: das Marburg-Virus. Ugandas Gesundheitsministerium bestätigte am Montag, dass der Radiologe einer Klinik der Hauptstadt Kampala an dem Virus gestorben sei. Die Fiebererkrankung, für die es weder eine Impfung noch ein Heilmittel gibt, gehört zur selben Gattung wie Ebola.

Der 30-Jährige starb den Angaben zufolge bereits am 28. September. Er habe zuvor über Kopf- und Magenschmerzen und Durchfall geklagt sowie Blut erbrochen. 80 Menschen, die mit dem Opfer Kontakt hatten, wurden unter Quarantäne gestellt. Zuletzt war die Krankheit 2012 in Uganda ausgebrochen, neun Menschen kamen damals ums Leben.

Erstmals registriert wurde das Marburg-Virus 1967 im Labor einer Pharma-Firma im hessischen Marburg – wodurch es seinen Namen bekam. Der Erreger war mit Versuchsaffen aus Uganda nach Deutschland gelangt. Wahrscheinlich sind afrikanische Flughunde das Wirtstier für das Virus. Die Tiere werden von Menschen gejagt und verzehrt.