IS will Anschläge auf U-Bahnen verüben

Ziele sind angeblich Paris und New York. Ministerin von der Leyen fliegt in den Irak

New York. Der irakische Geheimdienst hat laut Ministerpräsident Haider al-Abadi Pläne für Anschläge auf die U-Bahnen in Paris und New York aufgedeckt. Al-Abadi sagte Donnerstagabend am Rande der Uno-Vollversammlung in New York, es handele sich um eine Verschwörung ausländischer Kämpfer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Auf die Frage, ob die Anschläge unmittelbar bevorstünden, sagte al-Abadi „Ja“. Auf die Frage, ob sie vereitelt worden seien, antwortete er: „Nein.“ Die USA seien alarmiert worden. Im Kampf gegen die IS-Miliz greifen die USA und ihre Verbündeten nun die Geldquellen der Extremisten an. Insgesamt zwölf von der IS-Miliz kontrollierte Raffinerien in Syrien seien bombardiert worden, teilte das US-Militär am Donnerstag mit. Der Schmuggel von Öl in Nachbarländer gilt als die wichtigste Einnahmequelle des IS.

Im Nordirak traf unterdessen Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen zu einem Überraschungsbesuch ein und sagte Kurden-Präsident Massud Barsani Hilfe zu.

Die IS-Miliz hat in Mossul nach Uno-Angaben eine Menschenrechtsaktivistin gefoltert und getötet. Ein Scharia-Gericht der Extremisten hatte Samira Salih al-Numaini, eine Mutter von drei Kindern, für schuldig befunden, vom Islam abgefallen zu sein.