Kiew: Fünf Soldaten seit Beginn der Waffenruhe getötet

Kiew. Die zwischen der Regierung in Kiew und den Rebellen in der Ostukraine vereinbarte Waffenruhe bleibt brüchig. In der Nacht seien in der Separatistenhochburg Donezk eine Schule und Wohnhäuser von Geschossen getroffen und eine Frau verletzt worden, teilte der Stadtrat mit. Die russische Regierung äußerte dennoch Hoffnung auf einen Erfolg der Gespräche zwischen den Konfliktparteien. Außenminister Sergej Lawrow sagte, Russland kenne die Berichte über Verletzungen der Waffenruhe. Er verwies aber auf seine Gespräche mit Separatisten und ukrainischer Regierung. Beide Seiten wollten sich an den Waffenstillstand halten.

Der Sprecher des ukrainischen Sicherheitsrats, Andrej Lyssenko, erklärte, seit dem Beginn der Feuerpause am Freitag seien fünf Soldaten getötet und 33 verwundet worden. Beide Seiten werfen sich gegenseitig vor, die Waffenruhe gebrochen zu haben.

Die Botschafter der 28 EU-Staaten wollen am Mittwoch ihre Beratungen über schärfere Wirtschaftssanktionen gegen Russland fortsetzen. Sie waren am Montag beschlossen, aber für einige Tage ausgesetzt worden. Außenminister Frank-Walter Steinmeier forderte die Führung in Moskau auf, russische Kämpfer und Waffen aus der Ukraine abzuziehen.