Krim stimmt ab – so will die EU Russland bestrafen

Berlin. Kurz vor dem umstrittenen Krim-Referendum wächst weltweit die Sorge vor einer gefährlichen Eskalation im Konflikt um die Ukraine. Am Sonntag sollen die Bewohner der zur Ukraine gehörenden Schwarzmeerhalbinsel über einen Beitritt zu Russland entscheiden. Der Westen hält die Abstimmung für illegal. Ein Versuch von US-Außenminister John Kerry und Russlands Außenminister Sergej Lawrow, den Streit bei einem Treffen in London diplomatisch zu entschärfen, scheiterte. Lawrow sagte: „Die Differenzen bleiben.“ Es gebe aber keine Pläne für eine militärische Einmischung in der Ostukraine. Am Montag will die EU weitere Sanktionen gegen Russland beschließen. Geplant sind unter anderem Einreiseverbote gegen einflussreiche Russen. 120 Personen sollen angeblich auf der EU-Liste stehen. Russland verstärkte unterdessen seine Truppen rund um die Krim und hielt Militärmanöver ab. An den Börsen lösten die Nachrichten weitere Turbulenzen aus. Der DAX rutschte zeitweise unter 9000 Punkte. In Russland fielen die Kurse auf den tiefsten Stand seit fünf Jahren.