Sorge um Olympia nach Explosion in Russland

Moskau. Im südrussischen Wolgograd sind bei einem Selbstmordattentat in einem Bahnhof am Sonntag mindestens 14 Menschen getötet worden. Wie die russischen Behörden mitteilten, sprengte sich eine Frau an den Metalldetektoren in der Nähe des Eingangs des Gebäudes in die Luft. Ärzten und der Polizei zufolge wurden 45 Menschen verletzt. Im knapp 700 Kilometer entfernten Sotschi beginnen im Februar die Olympischen Winterspiele.

Der Anschlag ereignete sich am frühen Nachmittag (Ortszeit), als sich auf dem Bahnhofsgelände wegen der anstehenden Neujahrsfeierlichkeiten besonders viele Reisende aufhielten. „Die Explosion war gewaltig“, sagte Augenzeugin Valentina Petritschenko dem Sender Westi 24. Viele Menschen seien in Panik davongerannt, andere seien durch die Wucht der Detonation zurückgeschleudert worden. Auf Kameraaufnahmen war ein großer Feuerball zu sehen, der aus Türen und Fenstern des dreistöckigen Gebäudes schlug.

Das Nationale Anti-Terror-Komitee erklärte, erste Indizien wiesen auf eine Selbstmordattentäterin hin. Demnach näherte sich die Frau einem Metalldetektor, erblickte dort einen Ordnungsbeamten und zündete anschließend ihren Sprengsatz.

Wolgograd, das frühere Stalingrad, war bereits im Oktober Ziel eines Anschlags. Eine Selbstmordattentäterin hatte in einem Bus sechs Menschen getötet und mehr als 30 weitere verletzt.