Atomprogramm

Russland poltert wegen Iran-Sanktionen gegen die USA

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Moskau kritisiert die Sanktionen der USA und seiner Partner gegen den Iran als inakzeptabel und Verstoß gegen internationales Recht.

Moskau. Die Verschärfung der US-Sanktionen gegen den Iran im Atomstreit ist in Russland auf kein positives Echo gestoßen. Moskau kritisierte den Vorgang als inakzeptabel und Verstoß gegen internationales Recht. "Diese Praxis (...) erschwert den Weg zu einem konstruktiven Dialog mit Teheran ungemein“, sagte eine Sprecherin des Außenministeriums. Auch Unternehmen aus Drittländern seien von den Zwangsmaßnahmen betroffen, vor allem im Öl- und Gassektor. Moskau ist ein enger Handelspartner Teherans und hat vor kurzem das erste iranische Atomkraftwerk fertiggestellt.

Allerdings hatte die Uno-Vetomacht Russland vergangene Woche die ultimative Forderung der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) nach einer Erklärung für die vielen Hinweise auf ein geheimes iranisches Atomwaffenprogramm unterstützt. Wegen dieses alarmierenden IAEA-Berichts hatten die USA, Großbritannien und Kanada am Montagabend ihre Sanktionen gegen den Iran verschärft.

"So lange der Iran diesen gefährlichen Pfad einschlägt, werden die USA, zusammen mit Partnern oder eigenständig, den Druck weiter erhöhen und das iranische Regime isolieren“, sagte US-Präsident Obama.

+++ Teheran wird zunehmend international isoliert +++

+++ Obama verhängt Sanktionen gegen den Iran +++

US-Finanzminister Timothy Geithner bezeichnete den Iran als Geldwäschestandort und warnte Banken weltweit davor, Geschäfte mit dem Land zu machen. Auch gegen die Öl-Industrie des Irans verschärfte Obama die Sanktionen. Jeder, der dem Land helfe, seine petrochemische Industrie weiterzuentwickeln oder auszubauen, werde bestraft, sagte der US-Präsident.