Europas Rettungsschirmherrin

Brüssel. Skeptische Blicke hinter regennasser Autoscheibe - als Angela Merkel am Freitag zur Abschlusssitzung des EU-Gipfels in Brüssel vorfährt, verheißt ihre Mimik alles andere als Aufbruchstimmung. Dabei hatte sich die Kanzlerin durchsetzen können. Der Euro-Rettungsschirm wurde, wie von ihr gefordert, verlängert, ohne konkrete Summen zu nennen. Doch schon am Nachmittag geriet die europäische Währung erneut unter Druck. Die Rating-Agentur Moody's wertete die Kreditwürdigkeit Irlands um gleich fünf Stufen herab - jetzt fehlen nur noch zwei Stufen bis zum "Ramsch"-Status. Möglich, dass Merkel und ihre Kollegen schon bald nachlegen müssen.