Pakistan

Offenbar acht deutsche Islamisten durch CIA-Angriff getötet

Islamabad/Berlin. Schwerer Schlag gegen den Terrorismus: Bei einem US-Raketenangriff im Nordwesten Pakistans sind nach Angaben aus pakistanischen Geheimdienstkreisen bis zu acht deutsche Islamisten getötet worden. Die Raketen hätten am späten Montagabend ein Haus in der Stadt Mir Ali in der Region Nord-Waziristan nahe der afghanischen Grenze getroffen, in dem sich die Extremisten aufgehalten hätten. Bei den Toten handele es sich vermutlich um deutsche Staatsbürger; sie seien zur Terrorausbildung in das Gebiet gereist, hieß es.

Möglicherweise zählen die Getöteten zu einer Gruppe europäischer Islamisten, die nach amerikanischen Medienberichten in Nord-Waziristan im Namen der al-Qaida Anschläge in Europa geplant haben sollen. Das amerikanische Außenministerium rief angesichts der Terrordrohungen am Sonntag in einem Reisehinweis US-Bürger in Europa zu besonderer Vorsicht auf.

Der US-Sender Fox News hatte unter Berufung auf zwei ungenannte Nachrichtendienst-Quellen berichtet, dass in Berlin der Fernsehturm, der Hauptbahnhof und das Hotel Adlon am Brandenburger Tor im Visier der Terroristen seien. Innenminister Thomas De Maizière (CDU) sagte, diese möglichen Anschlagsziele seien bereits vor etwa einem Jahr genannt worden. Der Minister betonte: "Wir nehmen alle Hinweise ernst und gehen ihnen mit hoher Intensität nach."

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