Was wurde aus den Ex-Königen Osteuropas?

Albanien Der fast zwei Meter große Leka I. wurde nach dem Tod seines Vaters Zogu I. von der albanischen Nationalversammlung im Exil zum König proklamiert und lebte zunächst in Spanien. 1997 kehrte er in seine Heimat zurück, mußte aber gleich wieder ausreisen, weil ihn die Behörden verdächtigten, einen bewaffneten Aufstand zu planen. Ein Gericht verurteilte ihn in Abwesenheit zu drei Jahren Haft. Seit einer Amnestie 2002 lebt er wieder in Tirana.

Bulgarien Simeon II. von Sachsen-Coburg und Gotha folgte seinem Vater Boris III. mit fünf Jahren auf den Thron. 1946 wurde er von den Kommunisten abgesetzt und mußte das Land verlassen. Er gab seine Ansprüche nie auf. 2001 kehrte er zurück, gewann mit seiner Partei "Nationale Bewegung" die Parlamentswahlen und wurde Ministerpräsident. Trotz erfolgreicher Politik 2005 nicht wiedergewählt, bildete der 68jährige nun mit seinem Nachfolger eine Koalitionsregierung.

Jugoslawien Prinz Alexander Karageorgewitsch ist als Chef des Hauses Jugoslawien Nachfolger seines 1941 nach Militärputsch und deutschem Einmarsch ins Exil geflüchteten Vaters König Peter II. Der in London geborene Thronprätendent besuchte die Militärakademien Culver (USA) und Sandhurst und wurde ein erfolgreicher Geschäftsmann. 2001 kehrte der heute 60jährige ins Weiße Schloß über Belgrad zurück und widmet sich karitativen Aufgaben.

Rumänien König Michael I. von Rumänien folgte seinem Großvater Ferdinand I., einem Prinzen von Hohenzollern-Sigmaringen, schon mit sechs Jahren auf den Thron. 1947 erklärte er unter dem Druck der Kommunisten seinen Verzicht und ging nach London ins Exil. Dort erneuerte er 1948 seine Ansprüche. Nach seiner Hochzeit mit Prinzessin Anne von Bourbon-Parma 1948 lebte er als Geschäftsmann in Florenz, in England und der Schweiz. Nach dem Tod des Diktators Ceaucescu reiste er 1990 nach Bukarest, doch die Postkommunisten schoben ihn aus Furcht vor Demonstrationen ab. Die Regierung gewährt ihm nun ein Wohnrecht in seiner früheren Residenz, dem Bukarester Elisabethen-Palast.