Handelsstreit

Strafzölle – Merkel will nicht nur mit den USA verhandeln

Kanzlerin Angela Merkel ist bereit, mit anderen Staaten über Zölle im Automobilbereich zu verhandeln.

Kanzlerin Angela Merkel ist bereit, mit anderen Staaten über Zölle im Automobilbereich zu verhandeln.

Foto: Jörg Sarbach / dpa

Im Streit zwischen den USA und der EU um Zölle auf Autos ist die Kanzlerin zu neuen multilateralen Verhandlungen bereit.

Berlin.  Bundeskanzlerin Angela Merkel ist im Streit der EU mit den USA über Autozölle zu Gesprächen mit mehreren Staaten über eine Lösung des Konflikts bereits.

„Sie hat klar gemacht, dass uns am Abbau von Handelshemmnissen gelegen ist und dass sie auch bereit ist zur Verhandlung über Zölle im Automobilbereich mit mehreren Staaten, also nicht allein mit den Vereinigten Staaten“, sagte am Freitag Regierungssprecher Steffen Seibert. Sie habe das damit begründet, dass sie nach den Regeln der WTO verfahren wolle.

Zu den jüngsten Gesprächen der Chefs der großen deutschen Autokonzerne mit US-Botschafter Richard Grenell über einen Totalabbau von Auto-Zöllen sagten Seibert und eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums, für Handelsthemen sei die Europäische Kommission zuständig. Seibert begrüßte es aber, dass die Gespräche mit den US-Partnern weitergeführt würden. (rtr)