Sondierungen

Union und SPD vereinbaren Nachrichtensperre für Gespräche

Bei den Gesprächen zwischen Union und SPD zu einer neuen Regierung soll es ruhiger zugehen, als noch bei den Jamaika-Sondierungen.

Bei den Gesprächen zwischen Union und SPD zu einer neuen Regierung soll es ruhiger zugehen, als noch bei den Jamaika-Sondierungen.

Foto: Bernd von Jutrczenka / dpa

Bei den Sondierungen zu einer Jamaika-Koalition drangen Details aus den Gesprächen nach außen. Das wollen Union und SPD verhindern.

Berlin.  CDU, CSU und SPD haben sich dem „Spiegel“ zufolge auf eine Nachrichtensperre während der anstehenden Sondierung einer gemeinsamen Regierung verständigt. Beide Seiten hätten sich bei ihrem Vorbereitungstreffen darauf festgelegt, keine Zwischenstände der Verhandlungen zu kommunizieren, berichtete das Nachrichtenmagazin am Donnerstag vorab.

Demnach dürfen Sondierungsteilnehmer nicht in Talkshows gehen oder Interviews geben. Durchstechereien von Zwischenständen der Verhandlungen von CDU, CSU, FDP und Grünen hatten Unterhändlern zufolge die gescheiterten Jamaika-Sondierungen belastet.

Streit um Glyphosat soll schnell gelöst werden

Das Streit-Thema Glyphosat wollten Union und SPD schnell und einvernehmlich lösen, berichtete der „Spiegel“ weiter. Die SPD will den Einsatz des Unkrautvernichtungsmittels massiv einschränken.

Dagegen hat Agrarminister Christian Schmidt (CSU) der Zulassungsverlängerung der Chemikalie in der EU Ende vergangenen Jahres zugestimmt . Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD) drängte daraufhin auf nationale Regelungen, um den Einsatz von Glyphosat zu verringern. (dpa)

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