Deutschtürken

Merkel verbittet sich Erdogan-Einmischung in Bundestagswahl

Das Verhältnis zwischen Bundeskanzlerin Merkel und dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan ist angespannt.

Das Verhältnis zwischen Bundeskanzlerin Merkel und dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan ist angespannt.

Foto: POOL New / REUTERS

Sonst ist es Erdogan, der sich Ratschläge von außen verbittet – nach dessen Wahlempfehlung für Deutschtürken tut das dieses Mal Merkel.

Berlin.  Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich jegliche türkische Einmischung in den Bundestagswahlkampf verbeten. Alle deutschen Staatsbürger, auch die Deutsch-Türken hätten ein freies Wahlrecht, sagte Merkel am Freitagabend auf einer CDU-Wahlveranstaltung in Herford. „Wir verbitten uns jede Art von Einmischung", sagte Merkel.

Zuvor hatte Erdogan die türkischstämmigen Wähler in Deutschland aufgefordert, bei der Bundestagswahl nicht für die Parteien der Regierungskoalition oder die Grünen zu stimmen. "Ich rufe alle meine Landsleute in Deutschland auf: die Christdemokraten, die SPD, die Grünen sind alle Feinde der Türkei", sagte er. Auch Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) und andere deutsche Politiker hatten sich empört über Erdogan geäußert. (rtr)