Fremdenfeindlichkeit

Attacken auf Flüchtlingsheime sinken auf Niveau vor Krise

Mitte April 2017 hatten Unbekannte einen Brandanschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft in Artern (Thüringen) verübt.

Mitte April 2017 hatten Unbekannte einen Brandanschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft in Artern (Thüringen) verübt.

Foto: WichmannTV / dpa

Die Anschläge auf Asylunterkünfte sind auf das Level vor der Krise gesunken. Doch weiterhin gibt es im Schnitt jeden Tag einen Angriff.

Berlin.  Die Angriffe auf Asylbewerberheime in Deutschland sind nach einem Zeitungsbericht gesunken und haben wieder den Stand von vor der Flüchtlingskrise 2015 erreicht. Im ersten Quartal 2017 zählte das Bundeskriminalamt (BKA) 93 Attacken auf Flüchtlingsunterkünfte, schreibt die „Neue Osnabrücker Zeitung“ unter Berufung auf die Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine kleine Anfrage der Linken im Bundestag.

Die Zahl entspreche dem Niveau des ersten Quartals 2015, in dem 106 Angriffe registriert wurden. 86 der 93 Anschläge hätten einen rechtsradikalen Hintergrund gehabt.

Mehr als 1000 Anschläge im Jahr 2015

Nach dem starken Flüchtlingszuzug ab Spätsommer 2015 waren fremdenfeindliche Anschläge und Überfälle sprunghaft nach oben gegangen. Allein im Gesamtjahr 2015 kam es zu mehr als 1000 Anschlägen, auch 2016 waren es noch knapp 1.000, wie die Zeitung weiter schreibt. Zu den Angriffen werden zum Beispiel Überfälle, Sprengstoffanschläge, Brandstiftung sowie Körperverletzung gezählt. (dpa)