Sprengstoffanschlag

BVB-Attentat: Bekennerschreiben kündigt weiteren Anschlag an

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Neben dem Mannschaftsbus der BVB-Fußballer waren am Dienstagabend drei mit Metallstiften bestückte Sprengsätze explodiert. Der Spieler Marc Bartra und ein Polizist wurden verletzt.

Neben dem Mannschaftsbus der BVB-Fußballer waren am Dienstagabend drei mit Metallstiften bestückte Sprengsätze explodiert. Der Spieler Marc Bartra und ein Polizist wurden verletzt.

Foto: Marcel Kusch / dpa

Ein drittes angebliches Bekennerschreiben wirft nach dem BVB-Anschlag neue Fragen auf. Darin heißt es, es werde „buntes Blut fließen“.

Berlin.  Vier Tage nach dem Anschlag auf die Fußballer von Borussia Dortmund sind die Hintergründe weiterhin unklar. Die Ermittler halten inzwischen einen rechtsextremen Hintergrund für wahrscheinlicher als einen islamistischen. Das berichtet die „Bild“-Zeitung.

„Aufgrund der Gesamtumstände gehen wir am ehesten von Tätern aus dem rechtsextremen Milieu aus“, zitierte das Blatt am Samstag einen namentlich nicht genannten Ermittler. Eine Sprecherin der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe sagte dazu: „Wir kommentieren das nicht.“

Die Behörde bestätigte aber, dass sie eine beim „Tagesspiegel“ in Berlin eingegangene E-Mail überprüfe. Der offenbar rechtsextreme anonyme Verfasser nennt laut „Tagesspiegel“ den Anschlag eine „letzte Warnung“. Am 22. April werde „buntes Blut fließen“, heißt es in der Mail.

Sicherheitskreise halten Trittbrettfahrer für möglich

In den Sicherheitsbehörden gibt es Zweifel, dass der oder die Verfasser des jüngsten Bekennerschreibens tatsächlich etwas mit dem Sprengstoffanschlag auf den BVB-Mannschaftsbus zu tun haben.

Für eine abschließende Bewertung sei es allerdings noch zu früh, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Sicherheitskreisen. Selbst wenn die entsprechende Mail mit rechtsextremistischem Inhalt aber von einem Trittbrettfahrer stamme, werde sie ernst genommen, da ein rechtsextremer Hintergrund der Tat nicht ausgeschlossen werden könne.

Tuchel rechnet mit langer Verarbeitungszeit
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BKA macht keine Angaben zu Sprengstoff

Aussagen über den Sprengstoff, der beim Anschlag auf den Mannschaftsbus verwendet wurde, kann das Bundeskriminalamt noch keine machen. „Es ist noch viel zu früh, solche Aussagen zu treffen, da die kriminaltechnischen Untersuchungen noch laufen“, sagte eine Sprecherin am Samstag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

Die „Welt am Sonntag“ hatte Ermittlerkreise mit den Worten zitiert: „Der Sprengstoff in den Rohrbomben, die mit Metallstiften gefüllt waren, stammt eventuell aus Beständen der Bundeswehr. Aber das wird noch geprüft.“

BVB-Profi Bartra aus der Klinik entlassen

Die BKA-Sprecherin sagte, die Untersuchungen seien in vollem Gange. „Sie laufen auf Hochtouren.“ Bei dem Anschlag waren am Dienstag zwei Menschen verletzt worden.

Der bei dem Attentat verletzte BVB-Spieler Marc Bartra ist am Samstag aus dem Krankenhaus entlassen worden. Das bestätigte der Verein über seinen Twitter-Kanal. (dpa/rtr)