Syrien-Konflikt

Obama und Merkel verurteilen Luftangriffe als barbarisch

Die syrische Großstadt Aleppo erlebte in den vergangenen Tagen die heftigsten Angriffe der syrischen und russischen Luftwaffe seit Beginn des Bürgerkriegs 2011.

Die syrische Großstadt Aleppo erlebte in den vergangenen Tagen die heftigsten Angriffe der syrischen und russischen Luftwaffe seit Beginn des Bürgerkriegs 2011.

Foto: ABDALRHMAN ISMAIL / REUTERS

Die Luftangriffe auf die syrische Großstadt Aleppo sind heftiger denn je. Von Angela Merkel und Barack Obama kommt scharfe Kritik.

Washington.  Bundeskanzlerin Angela Merkel und US-Präsident Barack Obama haben die von Russland unterstützten Luftangriffe der syrischen Armee in Aleppo aufs Schärfste verurteilt. Sie seien sich in einem Telefonat einig gewesen, dass Russland und die syrische Führung eine besondere Verantwortung hätten, die Gewalt in Syrien zu beenden und UN-Hilfslieferungen Zugang zu den belagerten und schwer zugänglichen Gebieten in dem Bürgerkriegsland zu ermöglichen, teilte das Weiße Haus am Donnerstagabend mit.

Die schweren Luftangriffe gegen den von Rebellen gehaltenen Ostteil der Großstadt Aleppo seien barbarisch. Aleppo erlebte in den vergangenen Tagen die heftigsten Angriffe der syrischen und russischen Luftwaffe seit Beginn des Bürgerkriegs 2011. In den Rebellengebieten dort sollen bis zu 300.000 Menschen eingeschlossen sein.

USA drohen Russland mit Abbruch der Gespräche über Waffenruhe

Vor rund eineinhalb Wochen war eine Waffenruhe in Syrien gescheitert. Danach leiteten das syrische Militär eine Großoffensive auf Aleppo ein, die von Russland aus der Luft unterstützt wird.

Wegen der anhaltenden Angriffe haben die USA Russland mit einem Abbruch der Gespräche über eine neue Waffenruhe in Syrien gedroht. Russland unterstützt in dem Konflikt den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad, die USA moderate Rebellen. (rtr/dpa)