Schwesterparteien

CSU und CDU steuern auf Streit um Rentenkonzept zu

Die CSU mit ihrem Vorsitzenden Horst Seehofer will unabhängig von der CDU für ein eigenes Rentenkonzept eintreten.

Die CSU mit ihrem Vorsitzenden Horst Seehofer will unabhängig von der CDU für ein eigenes Rentenkonzept eintreten.

Foto: Sven Hoppe / dpa

Die Konflikte zwischen CSU und CDU schienen beigelegt. Aber nun droht neues Ungemach: Die CSU will ein eigenes Rentenkonzept vorlegen.

Berlin.  Die Union steuert auf einen Streit über eine Rentenreform zu. Die CSU wolle noch im Juli ein eigenes Rentenkonzept vorlegen und damit von Absprachen mit der CDU abweichen, berichtete der „Spiegel“ am Samstag. Vorgesehen sei eine Besserstellung von Eltern. Zudem solle das Rentenniveau bis 2030 festgeschrieben werden. Der Vorsitzende der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft, der CDU-Politiker Karl-Josef Laumann, sagte dem „Tagesspiegel am Sonntag“: „Ich finde es wichtig, dass die Union eine gemeinsame Rentenpolitik macht.“

Der CDU-Rentenexperte Peter Weiß sagte dem Blatt, die Festschreibung der Rente bis 2030 sei unrealistisch, da dies zwischen 15 und 16 Milliarden Euro zusätzlich kosten werde. Das sei allein aus Steuermitteln nicht zu finanzieren. Die CDU-Chefin, Bundeskanzlerin Angela Merkel, hatte bereits vor Wochen davor gewarnt, die Renten beim Bundestagswahlkampf 2017 zum Thema zu machen. Über Monate beharkten sich zuletzt die CSU und die CDU über die richtige Flüchtlingspolitik und den Umgang mit der rechtspopulistischen AfD. (rtr)