Schießerei

Drei Touristen bei Angriff auf Hotel in Hurghada verletzt

Sicherheitskräfte vor dem Hotel „Bella Vista“ in Hurghada. Drei Männer wollten offenbar das Hotel stürmen.

Sicherheitskräfte vor dem Hotel „Bella Vista“ in Hurghada. Drei Männer wollten offenbar das Hotel stürmen.

Foto: Stringer / dpa

Bewaffnete Männer stürmten die Eingangshalle eines Hotels in Hurghada. Drei Touristen wurden verletzt, ein Angreifer wurde getötet.

Hurghada.  Vor einem Hotel im ägyptischen Hurghada ist es zu einer Schießerei gekommen. Wie das ägyptische Innenministerium mitteilt, sind drei Touristen verletzt worden. Zwei Männer hatten das Hotel „Bella Vista“ in Hurghada angreifen wollen. Das Hotel am Roten Meer ist auch bei deutschen Touristen beliebt.

Laut Zeugen im Hotel sollen die Angreifer mit dem Boot gekommen sein und hätten versucht, Urlauber in ihre Gewalt zu bringen. Die Sicherheitsbehörden erklärten dagegen, die Männer hätten das Hotel „Bella Vista“ über ein an einer Straße gelegenes Restaurant angegriffen. Sie wurden von Sicherheitskräften gestoppt. Ein 21-jähriger Angreifer wurde den Behörden zufolge getötet, ein zweiter schwer verletzt. Die Männer waren offenbar mit Messern bewaffnet.

Touristen aus Österreich und Schweden verletzt

Die Behörden berichteten von drei Opfern unter den Urlaubern: Zwei Touristen aus Österreich* seien verletzt worden, dazu ein Schwede. Sie wurden in Krankenhäuser gebracht. In ersten Berichten war zunächst von einem verletzten Deutschen, einem verletzten Dänen und von drei Angreifern die Rede gewesen.

Das Auswärtige Amt in Berlin und die Deutsche Botschaft in Kairo nahmen mit den Behörden vor Ort und mit den deutschen Reiseveranstaltern Kontakt auf und bemühten sich um rasche Aufklärung. Erkenntnisse, dass auch deutsche Staatsangehörige betroffen sein könnten, gab es zunächst nicht.

Bericht über Sprengstoffgürtel nicht bestätigt

Die Nachrichtenagentur Al Arabiya berichtete, einer der Angreifer habe einen Sprengstoffgürtel getragen, den die Polizei zerstört habe. Auch das soll auf einem bei Twitter verbreiteten Bild zu sehen sein. Dafür gab es aber vom Innenministerium ebenso wenig eine Bestätigung wie für Berichte, die Angreifer hätten schwarze Flaggen bei sich getragen. Ein entsprechendes Foto einer am Boden liegenden IS-Flagge kursierte auch im Kurznachrichtendienst Twitter. Zunächst bekannte sich niemand zu der Tat.

In Ägypten kommt es seit Monaten regelmäßig zu Terroranschlägen. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat sich zu zahlreichen Angriffen bekannt. Im Oktober stürzte über der Sinai-Halbinsel ein russisches Passagierflugzeug ab, alle 224 Menschen an Bord kamen ums Leben. Der russische Geheimdienst geht von einem Terroranschlag aus. Der IS bekannte sich dazu. (dpa/law)

*Wir hatten an dieser Stelle von Touristen aus Nürnberg berichtet. Dabei handelte es sich um einen Übersetzungsfehler. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen.