Zuwanderung und Arbeit

Arbeitgeberpräsident lehnt Lockprämie ab

Jochen Gaugele

Foto: Roland Magunia

Hundt kritisiert Begrüßungsgeld für ausländische Arbeitskräfte ab - und fordert mehr Frauen, Ältere und Migranten auf dem Arbeitsmarkt.

Hamburg. Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt hat den Vorschlag von Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP), ausländische Fachkräfte mit einem Begrüßungsgeld anzulocken, scharf kritisiert. „Es muss dem einzelnen Unternehmen freigestellt sein, ob es mit attraktiven Angeboten und Anreizen qualifizierte Arbeitskräfte aus dem Ausland anwirbt“, sagte Hundt dem Abendblatt. „Eine staatlich koordinierte Lockprämie halte ich nicht für sinnvoll.“

Hundt rief dazu auf, das Arbeitskräftepotenzial besser zu erschließen und „mehr Frauen, mehr Ältere und mehr Menschen mit Migrationshintergrund in den Arbeitsprozess integrieren“. Darüber hinaus sei eine gesteuerte Zuwanderung unumgänglich. „Ich denke da vor allem an die Einführung eines Punktesystems, das Qualifikation und Bedarf berücksichtigt“, sagte Hundt.

Unternehmen, die es sich leisten könnten und dringenden Bedarf hätten, könnten ausländischen Facharbeitern eine Lockprämie zahlen, hatte Brüderle angeregt.

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