"Deutschlandtrend"

Merkel gewinnt an Ansehen - Auch SPD legt zu

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abendblatt.de

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57 Prozent sind mit ihrer Arbeit zufrieden. Merkel liegt hinter de Maiziere und Steinbrück auf Platz drei der beliebtesten Politiker.

Köln. Das Ansehen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bei den Bürgern hat sich in den vergangenen Wochen deutlich verbessert. 57 Prozent der Bürger sind mit ihrer Arbeit zufrieden, neun Prozentpunkte mehr als im Vormonat, ergab der am Donnerstag veröffentlichte neue ARD-"Deutschlandtrend". Nach Verteidigungsminister Thomas de Maiziere (CDU) mit 61 Prozent Zustimmung und Ex-Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) mit 58 Prozent liegt Merkel auf Platz drei der Rangliste. Es folgen SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier und Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) mit je 56 Prozent.

+++Steinbrück, der kompetentere Merkel+++

+++Peer Steinbrück verärgert die SPD-Spitze+++

Auch in der Frage der Kanzlerdirektwahl kann die Amtsinhaberin punkten. Ein Duell gegen Steinmeier würde Merkel mit 47 zu 38 Prozent gewinnen. Im Vergleich zum August legte die CDU-Chefin um sieben Punkte zu, Steinmeier büßte acht Punkte ein. Gegen Steinbrück unterläge Merkel knapp mit 42 zu 45 Prozent. Dabei gewann Merkel vier Punkte, Steinbrück büßte einen Punkt ein.

Gespalten beurteilen die Deutschen die gemeinsamen Auftritte Steinbrücks mit Alt-Kanzler Helmut Schmidt. Dass sich Steinbrück von Schmidt dabei als geeigneten Kanzlerkandidaten bewerben lässt, finden 50 Prozent angemessen, 45 Prozent aber nicht.

In der Sonntagsfragen konnten beide großen Parteien zulegen. Die Union erhöhte ihren Zustimmungswert um Punkte auf 34 Prozent. Die SPD gewann einen Punkt auf 31 Prozent hinzu. Die FDP stieg von drei auf vier Prozent. Die Grünen verloren hingegen zwei Punkte und kommen derzeit auf 15 Prozent. Die Linke würde unverändert auf sechs Prozent der Stimmen kommen. Sieben Prozent der Deutschen würden die Piratenpartei wählen, das ist ein Punkt weniger.

Bürger finden Schuldenabbau wichtiger als Steuersenkung

54 Prozent der Deutschen begrüßen die Pläne der Bundesregierung, die Steuern zu senken. Allerdings halten 62 Prozent eine geringere Neuverschuldung des Staates für wichtiger als eine steuerliche Entlastung. Lediglich 28 Prozent finden, dass Steuersenkungen Vorrang haben.

Bei der Frage, wie eine Entlastung genau aussehen sollte, plädieren 50 Prozent für einen Abbau des Solidaritätszuschlags. 40 Prozent würden eine Absenkung der Lohn- und Einkommenssteuer vorziehen. Damit zeigt sich die Bevölkerung ähnlich gespalten wie die schwarz-gelbe Koalition: Während Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) Entlastungen über die Einkommenssteuer schaffen will, plädieren die CSU und Teile der FDP für eine Soli-Senkung.

Für die Sonntagsfrage wurden von Montag bis Mittwoch 1.502 Wahlberechtigte befragt. Weitere Antworten beruhen auf der Befragung von 1.002 Bürgern am Montag und Dienstag. (dapd/abendblatt.de)

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