Meinung
Kommentar

DFB-Pokal: Wenn die Losfee in den Mist greift

Mittlerweile wird es auffällig – und es ist den Verantwortlichen der Hamburger Amateurvereine dringend anzuraten, mal bei der SV Drochtersen/Assel nachzufragen: Wie macht ihr das eigentlich? Weil: So kann es ja nicht weitergehen.

Es ist jedes Jahr dasselbe: Nach dem Oddset-Pokalfinale freut sich der Sieger auf die erste Hauptrunde im DFB-Pokal. 121.000 Euro Prämie garantiert. Und vor dem inneren Auge laufen die Bayern auf, oder Dortmund, Werder, selbst der HSV, FC St. Pauli wegen des Lokalkolorits. Große Spiele für die Vereinsgeschichte. Dann wird gelost und – puff. Natürlich macht die TuS Dassendorf wieder gute Miene zum garstigen Spiel. Dynamo Dresden also. 2018 war es der MSV Duisburg. Ist das jetzt ein Fortschritt?

Wolfsburg, Greuther Fürth, Freiburg, Hoffenheim, Hannover 96, Freiburg, Fürth, Oberhausen, Koblenz – das sind die Gegner der Hamburger Amateure in der ersten Runde seit 2009. Glückslose? Wohl nicht. Als letzter „Amateurclub“ hatte Regionalligist St. Pauli 2006 im FC Bayern einen Knaller gezogen.

Und in Drochtersen? Da freuen sie sich jetzt auf den FC Schalke 04. Vergangenes Jahr erst waren die Bayern im Kehdinger Land zu Gast, 2016 Borussia Mönchengladbach. Und sie werden natürlich nicht erzählen, wie sie das machen. Hamburg und großer Fußball, das bleibt eine frustrierende Geschichte – auch für die Amateure.