Waffenhandel

Britische Reporter nach Terror-Beitrag im Fokus der Justiz

Die mutmaßlichen Waffenhändler, die Sky News interviewte, sollen auch das Modell AK-47 angeboten haben.

Die mutmaßlichen Waffenhändler, die Sky News interviewte, sollen auch das Modell AK-47 angeboten haben.

Foto: imago stock&people / imago/ZUMA Press

Rumänische Behörden ermitteln nach einem TV-Beitrag. Britische Journalisten sollen einen Waffen-Deal mit Terroristen erfunden haben.

Bukarest.  Die rumänische Staatsanwaltschaft hat am Mittwoch Ermittlungen gegen Fernsehreporter des britischen Senders Sky News wegen mutmaßlicher Falschberichterstattung eingeleitet. Der Journalist Stuart Ramsay hatte einen gut einminütigen Beitrag angefertigt, der belegen soll, dass skrupellose Rumänen Waffen an Terroristen verkaufen.

In der von Sky News gesendeten Szene ist zu sehen, wie maskierte Männer in einem Wald Gewehre aus einem Lastwagen auspacken und sagen, dass sie diese auch an Terroristen verkaufen würden.

Die am Freitag verhafteten rumänischen Akteure des Beitrags haben der Staatsanwaltschaft erklärt, dass die Geschichte frei erfunden und der Beitrag gestellt gewesen sei. Dafür hätten sie von Ramsay 2000 Euro bekommen. Ramsay bestritt die Vorwürfe.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun wegen Gefährdung der nationalen Sicherheit durch Verbreitung falscher Nachrichten. Die Waffen, die in Ramsays Beitrag zu sehen sind, seien gewöhnliche Jagdgewehre und ein Maschinengewehr vom Typ AK-47. Ihre Besitzer hätten ordnungsgemäße Waffenscheine, erklärten die Ermittler. (dpa)