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Wird der Traum wahr? Mario Adorf will Karl Marx spielen

Mario Adorf verrät in einem Interview, das am Sonnabend im "magazin" des Hamburger Abendblattes erscheint, interessante Dinge.

Hamburg. Für Mario Adorf könnte sich 2010 ein Traum erfüllen. „Einmal so richtig Karl Marx spielen zu können, das könnte eine besondere Möglichkeit sein“, sagt der Schauspieler in einem Interview, das am Sonnabend im "magazin" des Hamburger Abendblattes erscheint. Seiner Traumrolle ist er nun sehr nah. „Seit Jahren existiert ein Projekt – neuerdings ein zweites außerhalb Deutschlands. Bis zum Frühjahr fällt die Entscheidung.“ Adorf bekräftigt seine Skepsis am bestehenden Wirtschaftssystem: „Ich glaube nicht an ewiges Wachstum. Irgendwann wird der Kapitalismus am Ende sein.“ Die Finanzkrise des vergangenen Jahres hat Adorf persönlich nicht getroffen: „Reicher bin ich nicht geworden, habe aber auch keinen Absturz erlebt. Ich besaß Jahrzehnte keine Aktien, wollte auch keine Mietshäuser. Ich will nicht morgens aufstehen und in der Zeitung nachsehen, wie der DAX steht. Ich will nicht mit Geld Geld verdienen.“

In dem Interview äußert sich der 79-jährige Schauspieler auch über seinen Glauben: „Ich bin nicht religiös, aber ich glaube schon an eine übergeordnete Kraft, welche die gesamte Schöpfung vorangebracht hat und weit über unsere Intelligenz hinausgeht." Vor dem Sterben hat er weniger Angst als früher, denn „der Tod ist eine Größe, die irgendwann mal vor einem steht. Erstaunlicherweise nimmt die Angst davor bei mir mit zunehmendem Alter deutlich ab."