Theater bleibt in der Familie

Kommentar

Isabella Vertes-Schütter hat das Ernst-Deutsch-Theater in den vergangenen Jahren erfolgreich geleitet. Das größte deutsche Privattheater hat neben den Staatsbühnen in Hamburg seinen festen Publikumsstamm gefunden. Nun will sie Kultursenatorin werden. Und wenn es nicht klappen sollte, wünscht sie sich eine "kreative Auszeit", um sich ihrer künstlerischen Entwicklung zu widmen und wieder zu spielen. Vielleicht möchte die Mutter zweier Söhne auch wieder ein wenig mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen.

Ihr Nachfolger am Ernst-Deutsch-Theater wird Volker Lechtenbrink. Das Theater hat sie gut abgesichert, indem sie es einem Intendanten übergibt, bei dem sie sich sicher ist, dass er es in ihrem Sinne verantwortungsvoll weiterführt. Schließlich hält sie 30 Prozent Anteile an dem Theater und wird bei der künstlerischen Planung in Zukunft gewiss auch ein Wörtchen mitreden. Lechtenbrink ist dem Haus seit mehr als 20 Jahren verbunden. Sein Name steht für ein Programm, das auf dem jetzigen Kurs weitersteuern wird. "Das Haus bleibt in der Familie", sagt sie, wenn sie von ihrem Freund und Nachfolger spricht. Hoffen wir, dass nicht nur alles beim Alten bleibt und wir auch von manch Neuem überrascht werden.

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