Hamburger Hochbahn

Neun Jahre Umleitungen für den Bau der neuen U-Bahn-Linie 5

Simulation der West-Ausgänge des U5-Bahnhofs Bramfelder Dorfplatz. Im Vordergrund die Bramfelder Chaussee. Die Platzgestaltung ist noch offen und deshalb nicht vorempfunden.

Simulation der West-Ausgänge des U5-Bahnhofs Bramfelder Dorfplatz. Im Vordergrund die Bramfelder Chaussee. Die Platzgestaltung ist noch offen und deshalb nicht vorempfunden.

Foto: Hamburger Hochbahn

Vollsperrungen in Steilshoop und Bramfeld. Die Umleitungsstrecken für den Autoverkehr stehen weitgehend fest.

Hamburg.  Einmal neun und einmal sieben Jahre lang Umleitungen, Dreck, Lärm und Provisorien: Der Bau der neuen U5 von Bramfeld bis zur City Nord wird erhebliche Einschränkungen für die Bewohner Bramfelds und Steilshoops mit sich bringen. Für den Bau der Bahnhöfe Bramfelder Dorfplatz und Gründgensstraße werden diverse Straßen zum Teil voll gesperrt werden müssen. Das ergibt sich aus der Antwort des Bezirksamtes Wandsbek auf eine Kleine Anfrage des Bezirksabgeordneten Sandro Kappe (CDU).

Demnach müssen die Straßen Bramfelder Dorfplatz und Gründgensallee zeitweilig voll gesperrt werden. Durch die Gründgensallee fahren 6.000, über den Bramfelder Dorfplatz 10.000 Fahrzeuge am Tag. Die Bramfelder Chaussee soll von vier auf zwei Spuren verengt werden. Möglicherweise wird sie zeitweise auch voll gesperrt werden müssen, wenn die Lüftungsschächte für den Bahnhof ausgehoben werden. Laut Hochbahn wird es, je nach Stand der Arbeiten, für beide Baustellen wechselnde Verkehrsführungen geben. Die Detailplanungen laufen noch.

Der Bau der Haltestellen soll laut Verkehrsbehörde 2022 beginnen, sofern das Planfeststellungsverfahren problemlos läuft und die Baugenehmigung planmäßig kommt. Die Planungsunterlagen liegen noch bis zum 29. August öffentlich im Bezirksamt Wandsbek aus.

Die Umleitungen stehen schon fest

"Wer A sagt, muss auch B sagen", sagte Kappe. "Wir wollen die U5 und müssen nun mit den Konsequenzen leben." Jetzt gehe es darum die Betroffenen frühzeitig und umfassend über etwaige Einschränkungen zu informieren. Für den Bau der Bahnhöfe wird es nach derzeitigem Planungsstand offene Baugruben geben.

Zur Herstellung der Haltestelle Steilshoop wird demnach die Gründgensstraße zwischen dem östlichen Einmündungsbereich des Cesar-Klein-Rings und dem Alfred-Mahlau-Weg voll gesperrt. Die anliegenden Wohngebäude werden „über verträgliche und sichere, teilweise provisorische Wege“ erschlossen, erklärte das Amt. Der Schreyerring (westlicher und nördlicher Teil) und der Cesar-Klein-Ring würden als Einbahnstraße im Uhrzeigersinn eingerichtet. An der Kreuzung Schreyerring / Cesar-Klein-Ring soll eine provisorische Brücke für Fußgänger und Radfahrer errichtet werden.

Für den Bau der Haltestelle Bramfeld wird die Straße Bramfelder Dorfplatz zeitweise voll gesperrt. Der motorisierte Anliegerverkehr wird als Einbahnstraße in Richtung Westen geführt, der Durchgangsverkehr über die Straßen Bramfelder Chaussee – Steilshooper Allee – Heukoppel umgeleitet.