Hens, Bitter und Lackovic

Familienglück: Babyboom bei den HSV-Handballern

Die Handballer des HSV sorgen fleißig für Nachwuchs. Nur vier der 16 Spieler haben noch kein Kind.

Hamburg. Der Trend bei den Handballern des HSV heißt zurzeit Babyglück. Vier von 16 Spielern sind noch kinderlos: Per Sandström (28), Hans Lindberg (28), Matthias Flohr (27) und Domagoj Duvnjak (21). "Diese Truppe hat zu mir gesagt: 'Mensch, jetzt verlässt du uns auch noch'", sagt Pascal Hens (29), den das nicht weiter stört. Wieso auch? Er kann in sechs Monaten seinen eigenen "Teamplayer" im Arm halten.

Im Handballspielen ist er Profi - genau wie Torwart Johannes Bitter (27) und Rückraumspieler Blazenko Lackovic (28). Die neuen Herausforderungen für die Sportler heißen bald: Windeln wechseln, nachts aufstehen und Nerven behalten. Ihre Frauen erwarten Nachwuchs. Mit einem Unterschied: Bei Nikolina Lackovic kann es jeden Moment so weit sein. Angela Hens und Bernadette Bitter sind im dritten Monat schwanger. "Jogi" Bitter ist bereits in seinen Vaterpflichten geübt, dafür sorgt Sohn Jonathan seit eineinhalb Jahren.

Für "Pommes" Hens ist es eine Premiere. Bereits vor ihrer Hochzeit im Juni 2009 hat er mit seiner Frau über die Familienplanung gesprochen, "und dann ging es auch relativ schnell", sagt der Handballer. Seine Frau hätte "so eine Ahnung" gehabt und sei zum Arzt gegangen. "Als ich an dem Tag nach Hause kam, lagen Schnuller auf dem Küchentisch. Da wusste ich sofor, was los ist", erinnert sich der linke Rückraumspieler. Und fügt hinzu: "Natürlich dauert es erst, bis man realisiert, was eigentlich los ist. Aber es ist ein schönes Gefühl, und ich freue mich."

Die Schau vor der Mannschaft hat ihm allerdings Teamkollege Johannes Bitter geklaut. "Er hat die Schwangerschaft seiner Frau genau an dem Tag verkündet, als ich es auch machen wollte. Nur mein Mitspieler Hans Lindberg wusste es, und der hat dann natürlich tierisch gelacht, als Bitter mit der Nachricht kam", so Hens. Er habe dann gesagt: "Wie, du auch?" - so wussten es ebenso die anderen. Wie wahrscheinlich jeder Mann hat "Pommes" auf dem ersten Ultraschallfoto nichts erkennen können. Dafür umso mehr beim letzten Mal: Nase, Arme, Beine. Zudem hat der künftige Nachwuchs geschlafen. Gedanken zu der Babyausstattung kommen erst langsam auf. Der Handballprofi lässt alles erst einmal langsam auf sich zukommen: "Das Kinderzimmer werden wir vielleicht im Februar gestalten - immerhin wissen wir schon, wo es hinkommt."

Vor einigen Tagen hat sich das Handballerpärchen, auch seine Frau spielte lang in der 2. Bundesliga, Kinderwagen angeguckt. Alles normal, wird man meinen. Ganz im Gegenteil. Ein Kinderwagen in XXL soll es sein. Nicht von der breite, aber von der Höhe. Pascal Hens' Körpergröße misst nämlich 2,03 Meter! "Ich möchte doch beim Schieben keine Rückenschmerzen bekommen oder mir irgendetwas verrenken", erklärt "Pommes". Ob es ein Mädchen oder Junge wird, ist den beiden egal. Sollte es allerdings ein Junge werden, dann steht der Name schon fest: "Angela hat schon früher gesagt: 'Wenn wir mal einen Jungen haben, dann heißt er so und so.'" Was das nun genau bedeutet, bleibt bis zur Geburt im Juni ein Geheimnis. Ein passender Termin, denn dann ist Spielpause. Schließlich möchte der zukünftige Papa im Kreißsaal - wie sonst die Zuschauer bei ihm - alles live miterleben.

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