Bundestagswahl

… und mitten in der Nacht plötzlich im Bundestag

 Christoph de Vries (CDU) musste zittern und schaffte es dann über die Liste nach Berlin (Archivbild).

Christoph de Vries (CDU) musste zittern und schaffte es dann über die Liste nach Berlin (Archivbild).

Foto: picture alliance / Flashpic | Jens Krick

Nach der Wahl fängt das Zittern erst richtig an: Wie mehrere Hamburger Politiker um ihre Mandate bangen mussten und wer es schaffte.

Hamburg.  Drin. Nicht drin. Oder doch? Für viele Hamburger Bundestagskandidatinnen und Kandidaten war die Wahlnacht eine Zitterpartie. Am Ende schafften es, wie bisher, 16 Abgeordnete aus der Hansestadt nach Berlin: fünf von der SPD, vier Grüne, drei von der CDU, zwei von der FDP und je einer von Linkspartei und AfD.

Etliche von ihnen erfuhren aber erst am Montagmorgen von ihrem Glück. So ging selbst der bisherige Außen-Staatsminister Niels Annen (SPD) lange davon aus, dass seine Bundestagskarriere vorerst beendet ist, da er das Direktmandat in Eimsbüttel gegen Till Steffen (Grüne) verloren hatte. Doch am Tag nach der Wahl dann die freudige Überraschung: Die Hamburger SPD erhält ein Ausgleichsmandat, und so zieht auch Annen über die Landesliste seiner Partei erneut ins Parlament ein.

Christoph de Vries schafft es nach Berlin

Ähnlich erging es Christoph de Vries (CDU), der im Wahlkreis Hamburg-Mitte nur auf Platz drei gelandet war: Auch er schaffte es noch über die Liste nach Berlin. „Eine irre Geschichte“, sagte er. Mit Emilia Fester, Katharina Beck und Linda Heitmann (alle Grüne) sowie Ria Schröder (FDP) und Franziska Hoppermann (CDU) ziehen fünf junge Frauen erstmals in den Bundestag ein – die Gruppe der Hamburger Abgeordneten wird jünger und weiblicher.

( dey )