Hamburg-Dulsberg

Kopftuch-Referendarin beginnt ihre Ausbildung am Gymnasium

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Die Lehrerin Muska N. hatte bislang in Kopftuch und bodenlangem Gewand unterrichtet und deshalb heftige Diskussionen ausgelöst.

Hamburg. Die Aushilfslehrerin, die an der Stadtteilschule Alter Teichweg (Dulsberg) im Hidschab unterrichtet hat, hat gemeinsam mit 313 anderen Kollegen jetzt ihr Referendariat an einem Gymnasium begonnen.

In den ersten Wochen wird die Referendarin noch keinen Unterricht geben, erst ab Februar. Bis dahin läuft die Startphase, in der es verschiedene Module am Landesinstitut für Lehrerfortbildung gibt. Die deutsch-afghanische Lehrerin Muska N. hatte bislang in Kopftuch und bodenlangem Gewand unterrichtet und deshalb heftige Diskussionen ausgelöst. Kollegen und Eltern an der Stadtteilschule in Dulsberg hatten dagegen protestiert. Nun tritt sie ihre zweijährige praktische Ausbildung als Englisch- und Spanischlehrerin an. Muska N. und drei weitere Referendarinnen tragen Kopftuch. Das Schulgesetz zu ändern, wie es Walter Scheuerl von der CDU-Bürgerschaftsfraktion gefordert hatte, ist nicht vorgesehen. Behördensprecher Peter Albrecht: "Schulsenator Rabe sieht keinen Anlass, aufgrund eines Einzelfalls gesetzgeberisch tätig zu werden."