Energieversorger

Vattenfall verdreifacht Gewinn im dritten Quartal

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Der Betriebsgewinn beträgt 634 Millionen Euro. Die Atomkraftwerke Brunsbüttel und Krümmel gehen in diesem Jahr nicht mehr ans Netz.

Hamburg. Beim schwedischen Energiekonzern Vattenfall klingeln trotz des anhaltenden Stillstands der deutschen Atomkraftwerke weiter die Kassen. Der Gewinn verdreifachte sich im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf umgerechnet 187 Millionen Euro, wie der Staatskonzern am Donnerstag in Stockholm mitteilte. Der Betriebsgewinn (EBIT) legt um 65 Prozent auf 624 Millionen Euro zu. Der Umsatz sank allerdings um knapp 17 Prozent auf rund vier Milliarden Euro.

Hintergrund ist der Verkauf des deutschen Stromnetzes. Die Stromproduktion des Gesamtkonzerns stieg hingegen um 3,7 Prozent zu. Zum Gewinnanstieg trugen auch Einsparungen etwa durch geringere Brennstoff- und Betriebskosten bei. Konzernchef Øystein Løseth sprach von einer „gesunden Ergebnisverbesserung“. Die von Berlin aus gesteuerte Vattenfall-Gruppe Mitteleuropa, die die Geschäfte in Deutschland und Polen umfasst, erzielte im dritten Quartal einen Betriebsgewinn (EBIT) von 274 Millionen Euro nach 280 Millionen im Vorjahresquartal. 2009 hatte Vattenfall in Deutschland und Polen noch zwei Drittel seines Betriebsgewinns erwirtschaftet.

Løseth hatte bereits zur Halbjahresbilanz angekündigt, dass in diesem Jahr ein Wiederanfahren der deutschen Atomkraftwerke Krümmel und Brunsbüttel nicht zu erwarten sei. Nach Pannen sind sie seit Juni 2007 fast ständig abgeschaltet. Das hat den schwedischen Staatskonzern bereits Hunderte Millionen Euro gekostet. Vattenfall teilte weiter mit, man rechne damit, dass bis 2016 in Deutschland rund 165 Millionen Euro für die Brennelementesteuer gezahlt werden müssen.

( (dpa/abendblatt.de) )