Hamburg: Schließung des Altonaer Museums

Altonaer GAL rebelliert gegen Parteispitze und Senatspläne

Foto: Ingo Röhrbein

Die Schließung soll der Stadt Einsparungen in Höhe von etwa 3,5 Millionen Euro einbringen. Museumsleitung und Opposition bezweifeln dies.

Hamburg. Nach der Ankündigung des Hamburger Senats das Altonaer Museum zu schließen, hat nun auch die GAL-Bezirksfraktion Altona die von der eigenen Parteispitze mitgetragene Entscheidung kritisiert. „Die geplante Schließung des Altonaer Museums haben wir mit Unverständnis zur Kenntnis genommen“, sagte jetzt der kulturpolitische Sprecher der Fraktion, Sven Kuhfuss. Der im Jahr 2008 eingeleitete Erneuerungsprozess der vier stadthistorischen Museen Hamburgs sei richtig gewesen. „Ich setze mich dafür ein, dass ein Dialog zwischen dem Altonaer Museum, der Stiftung historischer Museen Hamburg und der Kulturbehörde in Gange kommt, um Alternativen zu prüfen“, sagte er.

Der Hamburger Senat hatte am vergangenen Mittwoch bekanntgegeben, dass das Museum geschlossen werden sollte. Dies solle der Stadt Einsparungen in Höhe von etwa 3,5 Millionen Euro einbringen. Museumsleitung und Opposition bezweifeln dies jedoch. Die Pläne, das Museum zu schließen, sorgten bundesweit für Empörung. Wenn die große und weltoffene Kulturstadt Hamburg ein renommiertes Haus wie das Altonaer Museum der gegenwärtigen Finanzsituation opfere, dann wirke dies wie ein Signal auf andere Städte, sagte der Präsident des Deutschen Museumsbunds, Volker Rodekamp. Die Museumsleitung hat unterdessen eine Kampagne zum Erhalt des Hauses ins Leben gerufen.