Stadtplanung Hamburg-St. Pauli

Bezirk Mitte will über Alte Rinderhalle öffentlich reden

Foto: Ingo Röhrbein

Zweiter Versuch einer öffentlichen Diskussion. Die erste Runde wurde mit Wasserpistolen und infernalischem Lärm zum Platzen gebracht.

St. Pauli. Zweiter Versuch, die Zukunft der Alten Rindermarkthalle öffentlich zu diskutieren: Nachdem die erste Runde mit Wasserpistolen und infernalischem Lärm zum Platzen gebracht worden war, versucht es der Bezirk Mitte jetzt erneut in etwa drei Wochen, am Freitag, 1. Oktober. In der Aula des Wirtschaftsgymnasiums St. Pauli wollen die Verantwortlichen die Ergebnisse des "kooperativen Gutachterverfahrens" vorstellen.

Um die Zukunft der städtischen Immobilie, die bis vor Kurzem noch den Real-Markt beherbergte, gibt es heftigen Streit. Nach ersten Planungen, die den Abriss der Alten Rindermarkthalle vorsahen, um dort eine Musikhalle zu errichten, plant der Bezirk nun unter dem alten Dach eine Konzerthalle, einen Markt, etliche Gaststätten, eine Moschee sowie Kino und Einzelhandel unterzubringen. Der Anwohnerprotest richtet sich hauptsächlich gegen die Planungen einer Musikhalle und die damit befürchtete weitere "Eventisierung" des Quartiers.

Diesmal sind die Veranstaltungsbesucher, so wie auf den vielen Plakaten zu lesen ist, "herzlich" eingeladen. Bezirksamtsleiter Markus Schreiber wird auf dem Podium sein ebenso Bauamtsleiter Bodo Hafke, Michael Mathe, Chef des bezirklichen Stadtplanungsamts, die Fraktionschefs der großen Bezirksparteien sowie "lokale Interessengruppen". Beginn ist um 18.30 Uhr an der Budapester Straße 58.