Hamburg und Migration

In diesen Hamburger Stadtteilen leben die meisten Migranten

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487.000 Menschen mit Migrationshintergrund leben in Hamburg. Hier finden Sie die Übersicht, wie hoch der Anteil in den Stadtteilen ist.

Hamburg. Die Hansestadt ist nicht nur das Tor zur Welt - die Welt ist auch in Hamburg zuhause! 487.000 Menschen mit Migrationshintergrund leben an Alster und Elbe. Sie machen 28 Prozent der Einwohner aus.

Doch in welchen Bezirken und Stadtteilen leben die meisten Migranten? Das hat das Statistikamt Nord jetzt zum ersten Mal ermittelt. Das Ergebnis: Im Bezirk Mitte machen Hamburger mit ausländischen Wurzeln 43 Prozent der Bewohner aus, in Nord liegt der Anteil der Migranten dagegen nur bei 22 Prozent. Auf die Stadtteile gerechnet, liegt die Veddel an der Spitze: Dort, zwischen Freihafen und A255, haben 70 Prozent der Bewohner ausländische Wurzeln. An zweiter Stelle folgt Wilhelmsburg mit einem Anteil von 55 Prozent. Die rund 28.000 Bewohner stammen hier vor allem aus der Türkei, Serbien, Polen, Griechenland und Kroatien.

In Billstedt einschließlich Mümmelmannsberg leben 32.511 Menschen mit ausländischen Wurzeln (47 Prozent). Damit würden sie in Schleswig-Holstein zu den mittelgroßen Städten zählen und wären größer als etwa Rendsburg oder Ratzeburg. Auch in Rahlstedt hat die Migrantengemeinde mit 21.000 Bewohnern die Größe einer Kleinstadt.

Während sich in Nienstedten, Blankenese, Harvestehude und der HafenCity eher Briten, Dänen und Niederländer angesiedelt haben, kommen die Migranten in den sozial schwächeren Stadtteilen vor allem aus Südost- und Osteuropa. Jeder 20. Hamburger stammt laut Statistikamt Nord aus der Türkei. Insgesamt leben in der Hansestadt 92.500 türkischstämmige Bürger – so viele wie in dem türkischen Urlaubsort Alanya.

Das sind die zehn Länder, aus denen die meisten zugereisten Hamburger kommen: Türkei, Polen, Russland, Afghanistan, Kasachstan, Iran, Serbien/Montenegro, Portugal. Ghana und Italien.