Immobilien Hamburg

An der Alster wird für 120 Millionen Euro gebaut

Foto: MEAG MUNICH ERGO AssetManagement / MEAG MUNICH ERGO

Neue Wohnungen und neue Büros. Die Gebäude entstehen am Alsterufer, am Harvestehuder Weg und an der Neuen Rabenstraße.

Hamburg. Die Straßen rund um die Alster gehören zu den begehrtesten Büro- und Wohnadressen in Hamburg. Das wissen auch die Investoren, und deshalb sind gleich drei neue Bauvorhaben in bester Lage geplant. Es geht nach Abendblatt-Informationen um ein Gesamtvolumen von mehr als 120 Millionen Euro. Auf dem rund 7000 Quadratmeter großen Parkgrundstück am Harvestehuder Weg 25 wurde mit den Bauarbeiten bereits begonnen und die ersten Bäume gefällt. Noch steht hier das ehemalige Gebäude des Gerling-HDI-Versicherungskonzerns mit der auffallenden Marmorfassade, das in Kürze abgerissen werden soll.

In bester Alsterlage ist ein Gebäude mit 18 Wohnungen und Flächen zwischen 150 und 360 Quadratmetern geplant. Außerdem zwei Villen mit je sechs Wohneinheiten. Zuvor hatte der Bauherr, die Belvedere Vermögensverwaltung mit Sitz in Hamburg, einen Architektur-Wettbewerb ausgelobt, an dem sich sieben Büros beteiligten. Das aus Vertretern der Stadt, der Politik und dem Bezirks bestehende Preisgericht mit Beratung von Karla Fricke Immobilien entschied sich schließlich für zwei Entwürfe der Architekten Bothe Richter Teherani sowie der Architektinnen borchardt. nentwig: "Der erste Preis wurde doppelt vergeben, weil beide Konzepte hervorragend zum Standort passen", sagt Hendrik Hesselmann, Geschäftsführer von Karla Fricke Immobilien. Das Unternehmen hat den Vertrieb der Wohnungen, die Quadratmeterpreise liegen zwischen 6600 und 9900 Euro, übernommen: "Wir haben bereits die ersten Wohnungen veräußert", bestätigte Hesselmann. Das Bauvorhaben soll bis Ende 2011 fertiggestellt sein.

Ein weiteres Großprojekt plant wenige Hundert Meter weiter in exponierter Lage die Meag, eine Tochter der Munich Re und Ergo, am Alsterufer 1-3: Hier soll ein Bürogebäude abgerissen werden und einem achtgeschossigen Gebäudekomplex in Blockrandbebauung mit etwa 20 000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche weichen. Zudem soll das unter Denkmalschutz stehende Nebengebäude mit Alsterblick umfassend saniert und "mit dem Neubau zu einer Einheit verschmelzen", sagte Meag-Sprecher Josef Wild dem Abendblatt.

Der Architektur-Wettbewerb ist bereits abgeschlossen, die Jury hat sich für den Entwurf des Hamburger Architekturbüros APB entschieden: "Ein Bauantrag werden wir in Kürze einreichen", kündigte Wild an.

Das dritte Bauvorhaben liegt gleich um die Ecke an der Neuen Rabenstraße 3-12. Dort wird das alte Verwaltungsgebäude der HanseMerkur-Versicherungsgruppe abgerissen. Das Unternehmen plant gemeinsam mit der Becken Projektentwicklungs GmbH den Neubau eines modernen Bürogebäudes mit etwa 12 000 Quadratmeter Geschossfläche und einer Tiefgarage. Das Investitionsvolumen liegt bei rund 50 Millionen Euro. Derzeit wird ein Architektur-Wettbewerb durchgeführt, zu dem fünf Büros zugelassen wurden. Der Jury gehörte auch Oberbaudirektor Jörn Walter an. Der Baubeginn ist für 2011 geplant, die neuen Büros sollen dann Anfang 2013 bezogen werden können. Nach der Fertigstellung wird die HanseMerkur etwa ein Drittel der Fläche selber nutzen, der Rest soll an Fremdfirmen vermarktet werden. Der zuständige Baudezernent Reinhard Buff aus dem Bezirksamt Eimsbüttel unterstützt die Bauvorhaben: "Die geplanten Projekte werden an erstklassigen Standorten realisiert und tragen zur Aufwertung des Stadtbildes bei."