Harburg
Fussball

Niko Rebsch ist der Michael Gregoritsch des TSV Winsen

Landesliga-Fußballer leitet mit seinem überflüssigen Handspiel die 1:2-Niederlage gegen Blau-Weiss Bornreihe ein.

Winsen.  Henrik Titze kam sich vor wie im falschen Film. „Neulich hab ich auf dem Sofa gesessen, das Handspiel von Michael Gregoritsch im DFB-Pokal gesehen, und mich gefragt: wie kann sowas passieren? Jetzt haben wir es selbst erlebt.“ Der Winsener Gregoritsch heißt Niko Rebsch und das überflüssige Handspiel unterlief ihm in der Vorwärtsbewegung außerhalb des Strafraums. Dennoch resultierte daraus der Gegentreffer zum 1:2 (1:1)-Endstand im Heimspiel des TSV Winsen in der Fußball-Landesliga gegen Blau-Weiss Bornreihe.

Nach einer Viertelstunde geht Winsen durch Allaa Mrisi in Führung

Torhüter Titze dirigierte lautstark eine Sechs-Mann-Mauer, gegen den platzierten Schuss aus gut 20 Metern Entfernung von Michel Waldow (82.) links neben den Pfosten war er aber machtlos. Nach einer Viertelstunde waren die dem Abstieg geweihten Gastgeber durch den Kopfball von Allaa Mrisi nach Flanke von Maximilian Schmidt in Führung gegangen. Unglücksrabe Rebsch verursachte zusammen mit Niklas Teschner in der ersten Hälfte einen Foulelfmeter, der zum 1:1-Ausgleich führte (33.). In der Endphase konnten auch die einstigen Oberligaspieler Arne Gillich und Alexander Gege das Blatt nicht mehr zugunsten der Luhestädter wenden.

„Es ist schon bitter, weil wir einen enormen Aufwand betrieben haben und unbedingt einen Punkt mitnehmen wollten“, sagte Spielertrainer Henrik Titze, der sich in der kommenden Saison in der Bezirksliga zwei auf die Rolle als Trainer konzentrieren wird. „Darauf freue ich mich richtig“, sagte der 32-Jährige.

Sergej Schulz wechselt vom SV Rugenbergen nach Winsen

Fest planen er dann mit Sergej Schulz, der vom SV Rugenbergen (Oberliga Hamburg) auf den Jahnplatz wechseln wird. Der 31-Jährige wohnt seit einiger Zeit mit seiner Partnerin in Maschen und besuchte jüngst das Heimspiel des TSV Winsen gegen VfL Güldenstern Stade.

Henrik Titze erkannte den Gegenspieler früherer Jahre und sprach ihn sofort an. „Er hat mir schon Elfer reingehaun. Ich habe ihn als fairen Sportsmann kennengelernt“, sagt Titze über Sergej Schulz, der für den SC Victoria 44 Regionalligaspiele bestritt und dreimal im DFB-Pokal für die Hamburger spielte.