Harburg
Seevetal

Gemeinde plant 30 Wohnhäuser in Emmelndorf

Das Info-Faltblatt der Gemeinde Seevetal zeigt den Bereich, in dem die neuen Wohnhäuser entstehen sollen

Das Info-Faltblatt der Gemeinde Seevetal zeigt den Bereich, in dem die neuen Wohnhäuser entstehen sollen

Foto: LGLN Landesamt für Geoinformation und Landesvermessung Niedersachsen / Gemeinde Seevetal

Gemeinde Seevetal will Flächennutzungsplan ändern. Entwurf sieht eingeschossige Bebauung am Feldkamp vor.

Emmelndorf.  In Emmelndorf sollen die Weichen für ein neues Wohngebiet gestellt werden. Dafür will die Gemeinde Seevetal den Flächennutzungsplan ändern und einen entsprechenden Bebauungsplan aufstellen.

Es geht um eine Fläche zwischen den Straßen Feldkamp, Steineck und Kolkweg, die bisher für die Landwirtschaft genutzt wurde. Dort ist vor kurzem ein Regenrückhaltebecken angelegt worden, das zur Entwässerung der bereits bestehenden Siedlungsteile erforderlich geworden war.

An drei Seiten umgeben Wohnhäuser das Becken. Auf der noch freien Fläche dazwischen sollen weitere Häuser gebaut werden. Die Pläne sehen etwa 30 Grundstücke mit einer Größe zwischen 700 und 900 Quadratmeter vor. Darauf sollen eingeschossige Einfamilienhäuser entstehen, die sich an die umliegende Bebauung anpassen. Dies sieht das Bebauungskonzept vor, das ein von der Gemeinde beauftragtes Planungsbüro entwickelt hat.

Wohngebiet soll über den Feldkamp erreicht werden

Die künftigen Bewohner erreichen ihre Häuser – so der Entwurf – über eine neue Straße, die vom Feldkamp abgeht. In dem Wohngebiet teilt sich die acht Meter breite Straße in zwei Stichstraßen, die jeweils mit einer Wendefläche enden. Parkplätze werden am Straßenrand sowie auf zwei kleineren Parkplätzen eingerichtet. Über einen neuen Weg für Fußgänger und Radfahrer können die Bewohner die angrenzende Feldmark erreichen. Auch einen kleinen Spielplatz sehen die Pläne vor.

Auch wenn dieser Vorentwurf bereits sehr konkret anmutet, ist er doch erst die Grundlage für den weiteren Planungsprozess. Bereits Anfang dieses Jahres konnten interessierte oder betroffene Bürger den Vorentwurf einsehen und ihre Anregungen und Bedenken einbringen. Für diese frühzeitige Bürgerbeteiligung hat die Planungsabteilung der Gemeinde ein Faltblatt mit den wichtigsten Informationen erstellt. Auch der Ortsrat wurde Anfang Februar angehört und konnte sich zu den Pläne äußern.

„Flächennutzungsplan 2000“ soll geändert werden

Ebenso wurden die sogenannten Träger öffentlicher Belange eingebunden. In diesem Zuge sind nach Angaben der Planungsabteilung mehrere Hinweise bei der Gemeinde eingegangen.

Dazu zählen archäologische Fragen zu möglicherweise bestehenden Fundstellen an dieser Stelle. Außerdem spielt die Wassertransportleitung am südlichen Rand des Plangebiets eine Rolle. Diese Leitung muss zugänglich bleiben, sodass die südlich gelegenen Gartengrundstücke nur eingeschränkt genutzt werden können.

Im weiteren Verlauf der Planung wird der Entwurf erneut öffentlich ausgelegt, dieser Zeitraum wird noch bekannt gegeben. „Während dieser Zeit haben Bürger erneut die Möglichkeit, Anregungen zur Planung vorzubringen“, betont Gemeindesprecher Andreas Schmidt. Dann erst kann ein Satzungs­beschluss der zuständigen politischen Gremien folgen. Geändert werden soll der „Flächennutzungsplan 2000“. Ziel ist es, einen Bebauungsplan „Emmelndorf 14“ aufzustellen. Damit wäre die Voraussetzung für eine Bebauung gegeben.

Baugrundstücke sind in Seevetal weiterhin gefragt

Allerdings hat der Eigentümer der Fläche bisher nicht die Absicht geäußert, dort tatsächlich Wohnhäuser bauen zu lassen. Auch in der Politik ist das Projekt nicht unumstritten. Hinzu kommt, dass die Gemeinde sich mit einem künftigen Träger, der das Gebiet für die Wohn­bebauung erschließen könnte, einigen muss. Denn Seevetal strebt an, dass dieser Träger die Kosten für die Erschließung allein übernimmt. Dafür müsste ein entsprechender Vertrag abgeschlossen werden.

Hintergrund für die Pläne in Emmelndorf ist die weiterhin hohe Nachfrage nach Baugrundstücken in Seevetal, heißt es in dem Informationsblatt der Bauabteilung der Gemeinde. Diese Nachfrage könne nicht allein durch Nachverdichtung oder Innenstadt­entwicklung gedeckt werden. Deshalb müssten zusätzliche Wohnbauflächen ausgewiesen werden.