Harburg
Übungseinsatz

Gute Gelegenheit: Feuerwehr übt in Abbruchhäusern

Am abbruchreifen Haus übte die Garlstorfer Wehr auch das Löschen eines Kellerbrands

Am abbruchreifen Haus übte die Garlstorfer Wehr auch das Löschen eines Kellerbrands

Foto: Feuerwehr Garlstorf / HA

Kellerflutung, aufgebrochene Türen und Kettensägeneinsatz. Garstorfer Ortswehr konnte in Geesthacht in aller Ruhe trainieren.

Garlstorf. „Gute Gelegenheiten muss man nutzen“, dachte sich Garlstorfs Ortsbrandmeister Norbert Petersen, als er von drei zum Abbruch vorgesehenen Wohnhäusern in Geesthacht erfuhr. Adrian Nägel, aktives Mitglied der Wehr und Architekt bei der WoGee, der Geesthachter Wohnraumentwicklungsgesellschaft, hatte ihm den Tipp gegeben.

„Die Feuerwehr hat nicht oft die Gelegenheit, die Rettung von Menschen aus einem brennenden Gebäuden üben zu können, ohne auf eventuelle Beschädigungen an der Inneneinrichtung Rücksicht nehmen zu müssen“, sagt Ortsbrandmeister Petersen. Das Aufbrechen von Türen oder der Einstieg über eine Steckleiter in das erste Obergeschoss sind aber Fähigkeiten, die ein unter Atemschutz vorgehender Trupp im Ernstfall beherrschen muss.

Mit der Kettensäge können die Brandbekämpfer Fußboden und Decke öffnen

Mit den beiden Garlstorfer Einsatzfahrzeugen und zwei baugleichen Fahrzeugen, die die Wehren aus Hanstedt und Evendorf dankenswerterweise zur Verfügung stellten, rückte die Wehr also nach Geesthacht in die Hugo-Otto-Zimmer-Straße aus. Während die Atemschutzträger der Wehr mit den eigenen Fahrzeugen unter Leitung von Garlstorfs stellvertretendem Ortsbrandmeister Joachim Pahnke die Menschenrettung in der einen Doppelhaushälfte übte, wurden die beiden geliehenen Fahrzeuge von den Nicht-Atemschutzträgern von Ortsbrandmeister Petersen an der anderen Haushälfte eingesetzt.

Die Atemschutztrupps verschafften sich gewaltsam Zugang zum Gebäude, um die Bewohner aus dem brennenden und verqualmten Haus zu retten. Auch die Brandbekämpfung im Gebäude konnte unter Realbedingungen geübt werden. So kam zum Beispiel auch eine Kettensäge zum Einsatz, um den Fußboden und die Decke zur Bekämpfung von versteckten Glutnestern zu öffnen. Zum Abschluss wurden der Keller geflutet und ein Kellerbrand geübt, wobei die Feuerwehrleute auch dabei die verschiedenen Möglichkeiten Brandbekämpfung trainierten.