U-Bahn

Bezirk will Dulsberg bekannter machen und Station umbenennen

U-Bahnstation im Bezirk Nord soll künftig Dulsberg heißen. So wollen Politiker von Grünen, SPD und CDU den Stadtteil aufwerten.

Hamburg. Mit einem gemeinsamen Vorstoß wollen Politiker in Dulsberg ihren Stadtteil in Hamburg bekannter machen. SPD, Grüne, CDU sowie FDP und Piraten im Regionalauschuss wollen sich dafür einsetzen dass, Dulsberg künftig mit einer eigenen U-Bahn-Haltestelle im HVV-Netz vertreten sein wird. Dafür soll die Haltestelle „Straßburger Straße“ in „Dulsberg“ umbenannt werden.

Als „klein, aber fein“, bezeichnet Alexander Kleinow, Sprecher der SPD im Ausschuss den Stadtteil. „Der Dulsberg hat es verdient, bekannter zu werden. Eine U-Bahnstation hat das Potenzial, dieses wichtige Ziel zu fördern.“ Der Dulsberg sei einer der am dichtesten besiedelten Stadtteile in Hamburg und beherberge unter anderem die denkmalgeschützte Siedlung von Fritz Schumacher, den Olympiastützpunkt und die Sport-Gesamtschule Alter Teichweg, heißt es in der Begründung zu dem interfraktionellen Antrag. Dennoch müssten viele Anwohner und Gewerbetreibende anderen Hamburgern häufig erklären, wo ihr Stadtteil eigentlich liegt. Deshalb sei im Stadtteilrat intensiv darüber nachgedacht worden, wie die Bekanntheit Dulsbergs verstärkt werden könne.

47 von 103 Stadtteilnamen tauchen an Haltestellen auf

Das Fehlen einer nach dem Stadtteil benannten U- oder S-Bahnhaltestelle trägt nach Ansicht der Politiker entscheidend zu diesem Missverhältnis bei. Weder die U-Bahnstationen „Straßburger Straße“ und „Alter Teichweg“ noch die S-Bahnstation „Friedrichsberg“ an der Grenze des Stadtteils wiesen einen Bezug auf. Das sei ein Nachteil gegenüber anderen Quartieren. „Von 103 Hamburger Stadtteilen seien immerhin 47 mit Ihrem Stadtteilnamen in Materialien und Aushängen des HVV präsent, heißt es in dem Antrag. Und weiter: „Bis zum vergangenen Jahr war auf den HVV-Karten an den Haltestellen der Stadtteil Dulsberg sogar falsch im Bezirk Wandsbek verortet.“

Die Wahl fiel schließlich auf die „Straßburger Straße“. Denn diese befinde sich in fußläufiger Entfernung vom Zentrum des Stadtteils mit dem Straßburger Platz. Eine Umbenennung sollte nach Ansicht der Politiker unproblematisch sein, da sich die Kosten im wesentlichen auf die neue Beschilderung innerhalb der Station beschränken würden. Christoph Reiffert, Grünen-Sprecher für Dulsberg sagt „Wir finden, dass der 2018 anstehende barrierefreie Umbau der U-Bahn-Haltestelle ‘Straßburger Straße’ die perfekte Gelegenheit ist, um auch gleich die Schilder auszuwechseln. So entstehen praktisch keine Mehrkosten.“ Alle weiteren Materialien des HVV müssten sowieso regelmäßig erneuert werden.