Hamburg

Kreuzung in Eppendorf wird nach Unfällen erneut umgestaltet

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Eine Schülerin wartet an einer Ampel in Hamburg (Symbolbild)

Eine Schülerin wartet an einer Ampel in Hamburg (Symbolbild)

Foto: Mascha Brichta / picture alliance / dpa Themendienst

An der Ecke Tarpenbekstraße/Martinistraße fühlen sich Fußgänger gefährdet. FDP-Bezirksfraktion fordert 3-D-Zebrastreifen.

Hamburg. Anwohner sind in Aufruhr, Eltern in Sorge um ihre Kinder: Bereits seit Wochen klagen Menschen, die die neu gestaltete Kreuzung Tarpenbekstraße/Martinistraße häufig nutzen, über die Ampelschaltung mit der verlängerten Grünphase. Zwar hat die Polizei den Verkehrsknoten in Eppendorf bisher als unauffällig bewertet. Doch nach mehreren zum Teil schweren Unfällen ist nun auch die Kommunalpolitik alarmiert. Die Bezirkspolitiker setzen sich nun dafür ein, dass an der Kreuzung nachgebessert wird.

Rot eingefärbte Fahrradwege und Blinklichter für abbiegende Autos sollen die Kreuzung vor allem für Radfahrer und Fußgänger sicherer machen. „Das hat die Polizei bereits zugesagt“, sagt Thomas Domres, SPD-Fraktionsvorsitzender in Hamburg-Nord.

FDP fordert 3-D-Zebrastreifen

Am vergangenen Freitag habe es mit der Bezirkspolitik einen Vor-Ort-Termin gegeben. „Durch den Umbau ist die Kreuzung besser geworden als vorher, aber nicht gefahrenfrei“, sagt Domres. „Deshalb wird jetzt nachgebessert.“ Die geplanten Blinklichter für abbiegende Fahrzeuge sollen für einen Aufmerksamkeitsschub sorgen – und dafür, dass die Autofahrer ihr Tempo drosseln, wenn sie um die Kurve fahren.

Der FDP-Fraktion im Bezirk Hamburg-Nord reicht das nicht. Sie fordert, dass an der Kreuzung Martinistraße/Tarpenbekstraße testweise ein 3-D-Zebrastreifen aufgebracht wird.

Kreuzung im März in der Bezirksversammlung

3-D-Zebrastreifen stellen eine optische Hürde dar und veranlassen Autofahrer dazu abzubremsen“, sagt Claus-Joachim Dickow, verkehrspolitischer Sprecher der FDP in der Bezirksversammlung. Dadurch werde die Aufmerksamkeit auf die Kreuzung, die Fußgänger und Radfahrer gelenkt. „Damit kann die Zahl der Unfälle deutlich gesenkt werden“, sagt der FDP-Politiker.

Der Verkehrsexperte weist darauf hin, dass in anderen Ländern wie Österreich und Island mit den 3-D-Zebrastreifen bereits gute Erfahrungen gemacht worden seien. Dickow: „Wir fordern deshalb, dass an der Kreuzung Martinistraße/Tarpenbekstraße derartige 3-D-Zebrastreifen als Modellversuch aufgebracht werden und haben einen entsprechenden Antrag für die März-Sitzung der Bezirksversammlung Hamburg-Nord eingebracht.“

( coe )