Hamburg

Fahrradfahrer haben auch am Ostufer der Alster bald Vorrang

Der schmale „Handtuchradweg“ an der Bellevue soll entfallen. 2019 wird die Straße in beide Richtungen für den Radverkehr freigegeben

Der schmale „Handtuchradweg“ an der Bellevue soll entfallen. 2019 wird die Straße in beide Richtungen für den Radverkehr freigegeben

Foto: ADFC / HA

Die Stadt präsentiert Details zum Umbau von Krugkoppelbrücke, Fernsicht und Bellevue. Schon im Sommer geht es los.

Hamburg.  Gute Aussichten an der Bellevue: Fahrradfahrer sollen in der Straße am nordöstlichen Ufer der Außenalster künftig Vorfahrt haben. Wie schon weiter südlich an der Schönen Aussicht wird die Fahrbahn der prominent gelegenen Straße im Sommer 2019 für den Radverkehr in beide Richtungen freigegeben. Dieses Vorhaben präsentierte die Stadt am vergangenen Dienstag im Verkehrsausschuss der Bezirksversammlung Hamburg-Nord.

Aktuell ist die Bellevue eine Einbahnstraße. Fahrradfahrer müssen den schmalen „Handtuchradweg“ neben der Fahrbahn benutzen. Nach dem Umbau sollen nur noch Anlieger sowie Stadtrundfahrtbusse hier fahren dürfen – mit maximal Tempo 30. Die Fahrräder haben dann Vorrang.

Neue Radstreifen auf der Krugkoppelbrücke

Bereits im kommenden Sommer soll die Verkehrsführung an der Krugkoppelbrücke/Fernsicht am Nordende der Außenalster umgebaut werden. Hier werden Fahrradstreifen entstehen, die mit 2,25 Metern auch breit genug zum Überholen sind. Sie sollen die Lücke in der Veloroute 4 am Übergang zwischen Harvestehuder Weg und Leinpfad schließen.

„Diese Verbesserungen werden von uns bereits sehnsüchtig erwartet“, sagt Andrea Krupke, Sprecherin der Bezirksgruppe Nord des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs. Die CDU hatte die Fahrradstraßenplanungen des rot-grünen Senats an der Außenalster kritisiert und von Parkplatzvernichtung gesprochen.

Die FDP wiederum hatte dem Senat vorgeworfen, die Grünanlage am Ufer bei der Umgestaltung der Bellevue nicht berücksichtigt zu haben. Auch bemängelte sie, dass zwischen der Vorstellung im Verkehrsausschuss und der für Ende Februar geplanten Schlussverschickung zu wenig Zeit bleibe, um die Anwohner in die Planungen einzubeziehen.