Bellevue/Schöne Aussicht

Neuer Streit um Fahrradstraße an der Außenalster

Die Straße Bellevue an der Außenalster soll zu einer Fahrradstraße umgebaut werden

Die Straße Bellevue an der Außenalster soll zu einer Fahrradstraße umgebaut werden

Foto: imago/Lars Berg

Straße und Gehweg werden erneuert, beliebter Trampelpfad und Grünfläche direkt am Wasser aber nicht. FDP: zu wenig Bürgerbeteiligung.

Winterhude.  Die Straße Bellevue an der Außenalster, eine der exklusivsten Adressen der Hansestadt, soll zu einer Fahrradstraße umgebaut werden. Die Planungen sollen Ende Februar abgeschlossen sein.

Doch schon jetzt gibt es Kritik von der FDP und von Anwohnern. Ein Punkt: Es sollen Straße und Gehweg umgestaltet werden, aber der beliebte Trampelpfad samt Grünfläche direkt am Wasser wird im Zuge der Bauarbeiten nicht berücksichtigt. Grund: „Der Trampelpfad befinde sich nach dem Bebauungsplan Winterhude 21 in einer Grünfläche“, heißt es in einer Antwort des Senats auf eine schriftliche Anfrage der FDP, und darum sei der Bezirk Nord zuständig.

Anwohner zu wenig beteiligt?

Der Bezirk wird im Jahr 2018 mit den Planungen beginnen, um die Grünanlagen und die Wegeführung zu optimieren, heißt es in der Antwort des Senats. Dass nicht beide Maßnahmen parallel umgesetzt werden, kritisiert FDP-Verkehrsexperte Ewald Aukes: „Es ist völliger Quatsch, die Straße Bellevue zu überplanen, ohne dabei die Grünfläche mit zu bedenken. Der vorhandene Straßenraum muss selbstverständlich unter Einbeziehung des Grünstreifens beplant werden.“

Aber FDP-Fraktionschef Michael Kruse hat noch einen weiteren Kritikpunkt: „Der rot-grüne Senat ist dabei, seine Fehler aus der Planung des Harvestehuder Wegs zu wiederholen. Viel zu nachlässig werden die Anwohner der Bellevue in die Planungen der Behörden einbezogen. Zwischen der Vorstellung im zuständigen Verkehrsausschuss und der Schlussverschickung liegen gerade einmal vier Wochen.“

Auch Anwohnerin Jutta Koy ist verärgert: „Zu einer angemessenen Beteiligung von uns Anwohnern ist es bis heute nicht gekommen. Der Senat redet viel über Bürgerbeteiligung, aber meistens soll dann nur abgenickt werden, was ohnehin schon feststeht“, sagt sie.