Verkehrsplanung

CDU fordert Umdenken bei Fahrradstraßen an der Alster

Umbau einer Fahrradstraße an der Alster

Umbau einer Fahrradstraße an der Alster

Foto: imago/Lars Berg

Kritik der CDU: Zu viele Parkplätze fallen weg. Bürger sollten angemessen beteiligt werden. Warnung vor mehr Verkehr in Wohnstraßen.

Hamburg.  Die „Fahrradstraßen“-Planungen des rot-grünen Senats für die Bellevue und Schöne Aussicht rufen nach Angaben der CDU massive Proteste von Anwohnern und Alster-Besuchern hervor. Der Verkehrsausschuss befasst sich in dieser Woche noch einmal mit dem Thema.

Am Mittwoch, 4. Oktober, sollen um 18 Uhr im Verkehrsausschuss neue Prüfergebnisse zu den Plänen vorgestellt werden (Bezirksamt, Robert-Koch-Straße 17). Zahlreiche Bürger, die sich zu Wort melden, werden erwartet.

"Geplante Parkplatzvernichtung"

Die CDU fordert, die "geplante Parkplatzvernichtung an der Außenalster zu stoppen und die Bürger angemessen an den Planungen zu beteiligen". Außerdem darf der Verkehr nach Auffassung der CDU nicht durch die verkehrsberuhigten Wohnstraßen geleitet werden, zum Beispiel durch die Scheffelstraße.

"Die Außenalster wird durch die Verknappung der Parkplätze für viele Hamburger schwieriger zu erreichen sein", sagte Christoph Ploß, verkehrspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im Bezirk Nord. Der Parkdruck werde steigen und in den verkehrsberuhigten Straßen Winterhudes und der Uhlenhorst werde die Lebensqualität durch Lärm und Abgase sinken, befürchtet der Politiker.

Diverse Bauarbeiten

Zum Zeitplan: Zunächst wird die so genannte Veloroute vier mit der Anbindung an den Harvestehuder Weg weiter gebaut. Im Anschluss muss im kommenden Jahr der Abschnitt Krugkoppelbrücke/Fernsicht umgestaltet werden. Daher wird dieser Bereich, wie berichtet, von Juli bis Oktober 2018 gesperrt. Nach dieser Baumaßnahme geht es östlich der Alster weiter. Dann werden die Bellevue und die Schöne Aussicht zu Fahrradstraßen umgebaut.