Hamburg

Helmut Schmidt: Henry Kissinger spricht auf Trauerfeier

Altbundeskanzler Helmut Schmidt (r.) und der ehemalige US-Außenminister Henry Kissinger vor drei Jahren im Gespräch. Am kommenden Montag hält der US-Amerikaner eine Rede bei Schmidts Trauerfeier

Altbundeskanzler Helmut Schmidt (r.) und der ehemalige US-Außenminister Henry Kissinger vor drei Jahren im Gespräch. Am kommenden Montag hält der US-Amerikaner eine Rede bei Schmidts Trauerfeier

Foto: Christian Charisius / dpa

Abschied vom Altkanzler: Gast bei der Trauerfeier ist neben Angela Merkel auch Henry Kissinger. Live-Übertragung im NDR.

Hamburg.  Mit einem Staatsakt nehmen die Hamburger am Montag, 23. November, in der St. Michaelis-Kirche Abschied vom größten Sohn der Stadt: Helmut Schmidt, ehemaliger Innensenator von Hamburg, ehemaliger Bundeskanzler der Bundesrepublik.

Nun steht die Rednerliste fest: Neben Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bürgermeister Olaf Scholz und dem Michel-Hauptpastor Alexander Röder, erweist der ehemalige US-Außenminister und Friedensnobelpreisträger Henry Kissinger seinem Weggefährten Helmut Schmidt die letzte Ehre. Das teilte das Bundesinnenministerium in Berlin mit. Der 92 Jahre alte Kissinger war von 1973 bis 1977 Außenminister der USA, zuvor war er Nationaler Sicherheitsberater.

An der Trauerfeier im Michel sollen ab 10.30 Uhr rund 1800 geladene Gäste teilnehmen. Alle Gäste und akkreditierte Journalisten müssen vorher eine Sicherheitsüberprüfung im CCH durchlaufen. Erst danach geht es per Shuttle-Bus Richtung Hamburger Michel.

NDR übeträgt Staatsakt für Helmut Schmidt

Wie das Bundesinnenministerium mitteilte, handle es sich bei dieser Maßnahme nicht um eine "anlassbezogene Erhöhung von Sicherheitsvorkehrungen." Die diesbezüglichen Planungen bestünden schon seit vergangenem Freitag.

Nach der Trauerfeier soll es vor der Kirche ein großes militärisches Ehrengeleit geben. Bürgerschaft und Senat haben danach bis zu 1200 Gäste zu einem nicht öffentlichen Trauerempfang ins Hamburger Rathaus geladen. Der NDR wird den Staatsakt live im Fernsehen übertragen.

Schmidt war am Dienstag vergangener Woche im Alter von 96 Jahren in seiner Heimatstadt Hamburg gestorben. Den Staatsakt hatte Bundespräsident Joachim Gauck angeordnet.